International

Atomwaffenverbotsvertrag

Ein grosser Tag für die Menschlichkeit! Am 7. Juli 2017 wurde in New York ein internationales Abkommen zum Verbot von Atomwaffen von über 120 Staaten beschlossen.

Der Vertrag sieht ein vollständiges Verbot der Entwicklung, Herstellung, Beschaffung und Lagerung von Atomwaffen sowie der Androhung ihres Einsatzes vor. Dieses historische Ereignis beruht auf der Überzeugung, dass Atomwaffen mit dem Humanitären Völkerrecht nicht vereinbar sind. Das für das Rote Kreuz wichtige Element der Anerkennung der katastrophalen humanitären Folgen von Atomwaffen ist ebenfalls im Text aufgenommen worden. Weiter verpflichtet der Vertrag die Unterzeichnerstaaten zur Unterstützung von Opfern von Detonationen und zur Behebung von Umweltschäden durch Atomwaffen.

Auch wenn die neun Atomwaffenstaaten und die Nato-Verbündeten (ausser die Niederlande) nicht der Konferenz teilgenommen haben und es nicht sofort zu einer Vernichtung von Atomwaffen kommen wird, ist der Vertrag ein Durchbruch. Seit dem ersten Einsatz der Atomwaffe vor 72 Jahren setzt sich das Rote Kreuz für ein Atomwaffenverbot ein. Mit der Verabschiedung des Vertrags ist die Grundlage für die Stigmatisierung von Atomwaffen geschaffen.

Es ist auch der Arbeit der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung zu verdanken, die sich seit Jahren konsequent für die Abschaffung dieser Massenvernichtungswaffe einsetzt. Das Schweizerische Rote Kreuz begrüsst, dass auch die Schweiz sich für den Abschluss dieses Vertrages eingesetzt und für seine Annahme gestimmt hat. Es erwartet, dass sie den Vertrag auch unterzeichnen und ratifizieren wird.

«Die Welt hat einen historischen Schritt in Richtung der Delegitimisierung dieser unmenschlichen Waffe gemacht. Dies ist eine wichtige Basis für deren zukünftige Abschaffung!» sagte der Präsident des IKRK Peter Maurer nach der Konferenz.