Cäcilia Erni

Freiwillige Redcross-Clownin im Kanton Thurgau

Für mich war es wie ein Sechser im Lotto: Ich antwortete auf eine Anzeige für Freiwilligenarbeit in einer Thurgauer Zeitung. Das Rote Kreuz suchte Interessierte, die eine Grundbildung zum Redcross Clown machen, um Kindern in Asylheimen eine Freude zu machen.

Ich bin seit zwölf Jahren engagierte Mutter von vier Kindern. Ich machte mir Gedanken, was mir jetzt, wo die Kinder selbständiger werden, zusätzlich Spass machen könnte. 30 Clowns aus den Kantonen Zürich, St. Gallen und Thurgau wurden auserkoren: Ich war dabei. Aus Israel kam Profi-Clown Nimrod Eisenberg und gab uns einen Grundkurs im Social Clowning. Ich habe keine künstlerische Ausbildung, sondern bin gelernte Pflegefachfrau, aber das passte offenbar.

Meine Aufgabe ist es, als Clown in Asylzentren zu gehen, um Kindern auf lustige Weise Abwechslung in den Alltag zu bringen. Wenn ich damit auch Erwachsene erreiche, freut mich das um so mehr. Ich schminke mich nicht wie ein Zirkus-Clown, habe aber immer die rote Nase dabei. Das Ziel ist, im hier und jetzt zu sein und mit vorhandenen Materialien und Ideen zu improvisieren. Jeder von uns Freiwilligen bringt seine ganz eigene Clown Identität mit. Nicht nur die Kinder, auch die Erwachsenen freuen sich, weil unser Besuch eine Abwechslung für sie bringt.

Ich bin aber kein Spital-Clown, es braucht eine weitere Ausbildung, wenn man es mit kranken Menschen zu tun hat. Aber ich spüre halt manchmal auch die Frustration der Kinder, die ein besseres Leben verdient hätten.

Die Initiative des Roten Kreuzes wurde vor über einem Jahr aufgegleist. Idee ist, dass ich drei bis viermal im Monat für zwei Stunden als Clown im Einsatz bin. Leider ist seit Corona der Einsatz nicht mehr möglich. Wir denken darüber nach, ob man mit Plexiglasscheiben arbeiten und zum Beispiel Zeichnungen durch diese zeigen könnte – aber das ist natürlich nicht dasselbe wie der persönliche Kontakt. Ich hoffe, dass ich bald wieder live auftreten kann.

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