Westafrika

Ebola – es braucht einen gemeinsamen Effort

In Westafrika hat Ebola bereits gegen 3000 Todesopfer gefordert, mehr als 6000 sind mit dem Virus infiziert. Das Schweizerische Rote Kreuz unterstützt den Kampf gegen die Epidemie. Mit seiner Hilfe wurde kürzlich in Sierra Leone ein Rotkreuz-Feldspital eröffnet.

Das Ebola-Behandlungszentrum in Kenema, Sierra Leone, kann rund 60 Patienten aufnehmen. Es entlastet die öffentlichen Spitäler, die mit der Aufnahme von Patienten längst überfordert sind. Für das SRK hat eine Gesundheitsfachfrau am Aufbau der Klinik mitgewirkt. Sie hat lokales Personal geschult und selber unter hohen Sicherheitsvorkehrungen Patienten betreut. Zudem half sie im öffentlichen Spital von Kenema beim Aufbau einer Triage. «Zuvor galten alle Patienten, die mit Fieber ins Spital kamen, als Ebola-Verdachtsfälle und wurden gemeinsam isoliert», berichtet Sabine Hediger. Dadurch hätten sich viele Menschen, die beispielsweise an Malaria litten, zusätzlich mit Ebola angesteckt und seien gestorben. Dies wiederum führte dazu, dass Familien ihre kranken Angehörigen gar nicht erst ins Spital brachten. Durch das Triagesystem können nun anhand eines Fragerasters und einfacher Untersuchungen die Personen, die eindeutig nicht an Ebola leiden, erkannt und separat behandelt werden.

4000 Rotkreuz-Freiwillige machen mit

Mindestens ebenso wichtig wie die Betreuung der Patienten ist die Aufklärung in den Dörfern. Hier spielt das Rote Kreuz eine Schlüsselrolle. Seit Ausbruch der Epidemie im März wurden in Sierra Leone, Guinea und Liberia mehr als 4000 lokale Freiwillige ausgebildet, damit sie die Menschen über Ebola aufklären, Kranke ins Spital bringen und Verstorbene korrekt beerdigen können. Diese wichtigen Aufgaben sind durch enorme logistische Herausforderungen erschwert. Vielerorts sind die Strassen schlecht, es fehlt an Fahrzeugen für den Transport von Kranken und manchmal auch an Schutz- und Desinfektionsmaterial. In diesem Bereich braucht es dringend zusätzliche Hilfe.

Das SRK unterstützt die internationale Rotkreuz-Hilfe bei der Eindämmung der Krankheit. Bisher hat es sechs Fachleute nach Guinea und Sierra Leone entsandt, weitere Einsätze sind geplant. Um den Kampf gegen Ebola zu gewinnen, braucht es einen grossen gemeinsamen Effort und dringend zusätzliche Mittel. Das SRK ist deshalb auf Spenden angewiesen. Herzlichen Dank für Ihren Beitrag.