22. September 2020

Corona-Pandemie

Ein leistungsfähiges Behandlungszentrum in Bangladesch

Seit Beginn der Corona-Pandemie unterstützt das SRK die nationalen Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften in seinen rund 30 Einsatzländern, unter anderem in Bangladesch. Im Rahmen der Nothilfe konnte ein Gesundheitszentrum als Isolations- und Behandlungsstation eingerichtet werden. Zudem wurde Schutzmaterial abgegeben und die lokale Gemeinschaft für Präventionsmassnahmen sensibilisiert.

Als die Corona-Pandemie losbrach, war die Sorge im riesigen Flüchtlingslager in Cox’s Bazar in Bangladesch gross. In diesem Lager, das aus 34 Camps besteht, leben heute 700 000 bis 750 000 Menschen aus Myanmar unter prekären Bedingungen auf engstem Raum. Die Menschen im Lager und in den angrenzenden Gemeinden sind durch die Pandemie besonders gefährdet. In dieser dichtbesiedelten Region, in der die Gesundheitsversorgung bereits am Limit läuft und häufig akute Atemwegsinfekte auftreten, wäre ein Corona-Ausbruch verheerend.

Einrichtung eines medizinischen Zentrums

Dank dem Nothilfeprojekt des Schweizerischen Roten Kreuzes (SRK), das der Bund mit 500 000 Franken finanziert, konnten rasch Massnahmen getroffen werden, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen.

Als wichtiger Partner der Gesundheitsbehörden betreibt der Rote Halbmond von Bangladesch in den Flüchtlingscamps drei Gesundheitszentren. Diese Zentren wurden so ausgerüstet, dass sie neben der medizinischen Grundversorgung auch eine erste Triage von Personen mit Symptomen sicherstellen können. Ein viertes Zentrum, das Platz für 30 Betten bietet, dient zur Isolation und Behandlung von milden und moderaten Krankheitsverläufen. Dieses Behandlungszentrum steht den Bewohnerinnen und Bewohnern aller Camps sowie der lokalen Bevölkerung zur Verfügung. Bleibt die Zahl der Infizierten tief, kann es ab Ende Jahr wieder als normales medizinisches Zentrum betrieben werden. Im Rahmen des Projekts erhielten auch Mitarbeitende der staatlichen Gesundheitszentren in den umliegenden Gemeinden Schutzmaterial wie Masken, Handschuhe sowie Desinfektionsmittel. Zudem konnte medizinisches Personal aus Dakka eingestellt werden, das für den Umgang mit Patientinnen und Patienten mit COVID-19 speziell ausgebildet ist.

Prävention in der lokalen Gemeinschaft

In den Camps und bei der lokalen Bevölkerung konnten breit angelegte Aufklärungskampagnen zum Thema Hygiene und Coronavirus durchgeführt werden. Angesichts der prekären Lebensbedingungen und des Zusammenlebens auf engstem Raum sind solche Kampagnen besonders wichtig. In spezifischen Programmen wurden das medizinische Personal sowie die Freiwilligen des Roten Halbmonds von Bangladesch ausgebildet, welche die Menschen für die Krankheitsrisiken sensibilisieren. Spezielle

Schulungen wurden auch für die Personen organisiert, die für die Abfallentsorgung in den Camps zuständig sind.

Das SRK unterstützt die nationalen Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften in seinen rund 30 Einsatzländern und steht in Kontakt mit den lokalen Behörden. Ziel ist es, die Übertragung des Coronavirus zu verhindern oder zu verlangsamen, den betroffenen Gemeinschaften zu helfen, den Zugang zu grundlegenden sozialen und medizinischen Diensten aufrechtzuerhalten und nicht zuletzt die psychologischen Auswirkungen auf die Menschen zu verringern.

Nachhaltigkeitsziele

Diese Aktivität ist Teil unseres Engagements für die UNO-Nachhaltigkeitsziele.

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