28. Februar 2020

aus dem Jugendmagazin «ready for red cross»

Daniela, eine Rettungsschwimmerin und ihre Ziele

Daniela Reichmuth trainiert seit sie zwölf Jahre alt ist bei der SLRG und nimmt regelmässig bei Wettkämpfen teil. Dank den vielfältigen Disziplinen und der sozialen Komponente, die der Rettungsschwimmsport mit sich bringt, gefällt ihr diese besondere Sportart bis heute.

Von Rahel Möri, Freiwillige bei der Samariter Jugendgruppe Ulmiz

Daniela, hinter deiner Rettungsschwimmqualifikation steckt bestimmt viel Training. Wie oft trainierst du auf deinem Leistungsniveau?

Das ist abhängig vom Arbeitsaufwand im Studium und im Job. Meistens trainiere ich täglich. Das Training verläuft unterschiedlich, teils im Pool, auf dem See oder im Kraftraum.

Das ist häufig, dazu braucht man viel Motivation. Hast du ein Idol? Wer inspiriert dich?

Nein, nicht wirklich. Mich inspiriert, wenn jemand viel und intensiv trainiert und dafür belohnt wird. Ich glaube daran, dass ein grosser Wille dich weit bringen kann. Der Rettungsschwimmsport zeichnet sich dadurch aus, dass man sowohl bestimmte Techniken lernt, um diese in einem Notfall anwenden zu können, und gleichzeitig trainiert man für Wettkämpfe.

Wie sieht ein Wettkampf als Rettungsschwimmerin aus? Der Rettungsschwimmsport entstand aus der Idee, Personen für die Wasserrettung zu begeistern und ausgebildete Rettungsschwimmer zu trainieren. Im Training trainieren wir für die grossen Wettkämpfe, die einerseits im Schwimmbecken (Pool Life Saving) und im Freiwasser (Surf Life Saving) stattfinden. Es gibt insgesamt 22 Teildisziplinen, die häufig in Staffeln stattfinden. Es finden beispielsweise Wettkämpfe im Sprint im Sand, Kajak, Paddelboard und Schwimmen wie bei der Flossenstaffel, Retten einer Puppe, Hindernisstaffel oder Brandungsschwimmen statt. Pro Nation dürfen sechs Frauen und sechs Männer teilnehmen. Wobei meist zwei bis vier Teilnehmende pro Einzeldisziplin starten.

Bist du nervös vor einer Teilnahme bei einer Meisterschaft?

Ja schon, doch es ist ein gutes Gefühl. Es zeigt, dass man bereit ist. Die meisten Disziplinen sind technisch, deshalb hilft es mir, kurz vor dem Start nochmals in Gedanken die nächsten Schritte durchzugehen. Wie beispielsweise die Flossen anziehen oder den Sprung ins Wasser zu visualisieren.

Machst du auch Mentaltraining?

Im Kadertraining wird Mentaltraining nicht geübt. Ich habe mir selbst angeeignet, mit Visualisierungen zu arbeiten. Ich mache auch Entspannungs- oder Aktivierungsatmungen, je nach Zustand. Dank meinem Sportstudium kenne ich einige Techniken dafür.

Hattest du schon mit Verletzungen zu kämpfen?

Nein, nichts Gravierendes. Viele Schwimmsportler kennen Schulterentzündungen. Durch die hohe Beanspruchung kommt es häufig zur Überlastung.

Du studierst selbst Sportwissenschaften im Masterstudium. Sind deine SLRG-Teamkollegen auch Sportstudenten?

Wir zeichnen uns durch einen unterschiedlichen beruflichen Background aus. Nebst Gymnasiasten und Studenten gibt es auch Vollzeitberufstätige. Da der Rettungsschwimmsport so viele Disziplinen hat, wird man auf allen Ebenen gefordert. Auch Sportstudenten sind nicht überall gleich gut.

Welche Ziele hast du dir bei der SLRG und in der Nationalmannschaft gesetzt?

Für den Rettungsschwimmsport allgemein ist das Ziel, dass sich das Wissen rund um diesen Sport verbreitet. Das Thema Sicherheit um und im Wasser sollte in den Köpfen verankert werden. Dies kann durch den Sport selbst oder durch Kampagnen geschehen. So lancierte die SLRG im Sommer 2019 eine Kampagne unter dem Motto: Save your friends. Als Nationalsportlerin habe ich das Ziel, zufrieden zu sein, mit dem was ich an internationalen Wettkämpfen erreiche. Das sich mein Engagement und Einsatz in meinen Resultaten widerspiegelt. Dies kann ich verbessern, indem ich verschiedene Teilaspekte von Disziplin spezifischer trainiere, wie beispielsweise die Beinkraft, um schneller beim Flossenschwimmen zu werden.

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