Covid Swiss Tracing App

Tracing App – ein Beitrag zum Schutz der Bevölkerung 

Infektionsketten unterbrechen, Neuansteckungen verhindern, dafür ist das Contact-Tracing von zentraler Bedeutung. Das SRK erachtet die Schweizer App als wichtiges Instrument zur Eindämmung der Pandemie. Die in der Schweiz entwickelte technische Lösung setzt höchste Datenschutz-Standards.

Die aktuelle Lockerung der durch Corona bedingten Einschränkungen für Bevölkerung und Wirtschaft ist ein wichtiger Schritt in Richtung Normalität. Gleichzeitig bleibt es eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung, Neuansteckungen zu verhindern. Dazu brauchen wir eine optimale Kombination aller zur Verfügung stehenden Mittel

Neuansteckungen müssen verhindert werden

Effizientes Handeln ist wichtig im Kampf gegen das Virus: Infizierte Menschen sollen rasch erkannt, isoliert und getestet werden. Um die Infektionsketten zu unterbrechen, ist das Contact-Tracing von zentraler Bedeutung.

Hiesige Forscherinnen und Forscher haben eine App entwickelt, welche die Benutzenden benachrichtigt, wenn sie dem Virus ausgesetzt waren. Sie fordert sie dazu auf, Rücksprache zu nehmen, um die adäquaten Massnahmen zu klären. Das Parlament hat den gesetzlichen Grundlagen in der Sommersession 2020 zugestimmt und ermöglicht so den raschen Einsatz der App. Dieser bleibt gemäss gesetzlicher Vorgabe für alle Personen freiwillig.

Datenschutz made in Switzerland

Das SRK erachtet diese App als wichtiges Instrument zum Schutz der Bevölkerung.

Verwendet wird eine Technologie, die folgenden Grundsätzen Rechnung trägt: Sie verfügt über einen öffentlich einsehbaren und überprüfbaren Quellcode und erlaubt keinen zentralen Zugriff auf Standort- oder Personendaten. Die Lösung setzt weltweite Standards, auf die unser Land stolz sein kann. Der Quellcode kann von jedem Land verwendet werden. Das SRK setzt sich dafür ein, dass auch die ausgearbeitete Schweizer App von anderen Ländern adaptiert werden kann.

Zugänglich dank Vielsprachigkeit

Auf Initiative und mit Unterstützung des SRK wurde die Tracing-App neben den Landessprachen und Englisch auch in die wichtigsten Migrationssprachen übersetzt: Portugiesisch, Spanisch, Bosnisch/Kroatisch/Serbisch. So sollen möglichst alle Bewohner/innen der Schweiz die App nutzen können. Verfügbar wird sie voraussichtlich ab Ende Juni sein.

Rasch und im Interesse der Betroffenen handeln

Dem SRK sind folgende Punkte ein Anliegen:

  • Rasch testen: Eine infizierte Person ist früh im Infektionsverlauf besonders ansteckend. Tests müssen daher nach Kontakten mit einer infizierten Person rasch und kostenlos durchgeführt werden – auch um weitere Kontaktpersonen zeitnah zu benachrichtigen. Die aktuelle Empfehlung, bei Symptomen zu testen greift zu kurz: rund die Hälfte aller angesteckten Personen entwickeln keine Symptome. Um abschliessende Sicherheit zu erlangen, müssen Tests gegebenen falls später im Infektionsverlauf wiederholt werden.
  • Finanzielle Nachteile verhindern: Selbst-Isolation und Quarantäne sollen keine Erwerbseinbussen zur Folge haben. Dazu ist ausreichender Erwerbsersatz insbesondere für selbständig tätige Personen vorzusehen.