Corona-Krise

SRK importiert dringend benötigtes Corona Schutz- und Testmaterial für den Bund

Das Schweizerische Rote Kreuz SRK unterstützt den Bund bei der Bewältigung der Corona-Pandemie, unter anderem indem es grosse Mengen von Schutzmasken, Schutzoveralls und Handschuhen aus China importiert. Die Fluggesellschaft Swiss führte dazu bisher sieben Flüge von Shanghai nach Zürich durch.

Das Schutzmaterial, das ab dem 9. April mit bisher sieben Transportflügen in Zürich eintraf, ist in erster Linie für den Bund zuhanden des Gesundheitswesens und der Bevölkerung bestimmt. Die Lieferungen umfassen unter anderem mehr als 20 Millionen Schutzmasken und 300'000 Schutzoveralls. Zudem hat das SRK kleinere Mengen von PCR- und Antikörper-Tests importiert, welche universitäre Laboratorien auf ihren Nutzen für die Schweiz überprüfen. 

Ziel der Lieferungen ist es, aktuelle Engpässe in der Gesundheitsversorgung der Schweiz und beim Schutz der Bevölkerung überbrücken zu helfen, bis weitere Lieferungen und die inländische Produktion die Lücken schliessen können. Mit einem kleineren Teil des Materials wird zudem der Bedarf des SRK zur Sicherstellung seiner Dienstleistungen für die Bevölkerung durch seine Rotkreuz-Kantonalverbände, die regionalen Blutspendedienste, den Samariterbund und den Militär-Sanitäts-Verband gedeckt. Bestellungen beim SRK durch externe Organisationen oder Privatpersonen sind nicht möglich.

Die Fluggesellschaft Swiss hat die Transport-Flüge zum Selbstkostenpreis durchgeführt. Um den Platz in den Flugzeugen maximal zu nutzen wurde ausser dem Frachtraum auch die Passagierkabine mit Material gefüllt.

Expertise aus der Katastrophenhilfe

Möglich ist dieser Import dank dem Netzwerk und der Expertise des SRK im Bereich der internationalen Logistik. Beides hat das SRK in seiner langjähren Erfahrung bei der Katastrophenhilfe im Ausland aufgebaut. Als Teil der Internationalen Rotkreuzbewegung hat die Logistik-Einheit des SRK in den letzten Jahren bei der Bewältigung von Grosskatastrophen im Ausland immer wieder eine Schlüsselrolle gespielt. So u.a. bei der Eindämmung der Ebola-Epidemie in Westafrika 2014/15 oder bei der Hilfsoperation nach dem Zyklon Idai in Mosam-bik 2019.

Zusammenarbeit mit Universitäten

Das Material wurde in enger Zusammenarbeit mit einem Spezialisten-Team um den Virologen Prof. Didier Trono der EPFL (ETH Lausanne) ausgewählt. Didier Trono leitet die Expertengruppe zur Diagnostik und Testung der wissenschaftlichen Task Force des Bundesrats. Das SRK importiert ausschliesslich Material mit detailliert überprüftem Qualitätsnachweis und Zulassung. Zusätzlich prüfen in der Schweiz verschiedene universitäre Laboratorien die Tests und das Labor Spiez die Schutzmaterialien, bevor sie für den Gebrauch freigegeben werden. Die Überprüfung grosser Mengen an Schutzmasken durch das Labor Spiez ist bereits abgeschlossen. Die vom SRK getätigten Importe wurden für gut befunden und zum Gebrauch in der Schweiz freigegeben.