Corona-Pandemie

Solidarität mit Italien: Das SRK liefert Schutzmasken

Das Schweizerische Rote Kreuz SRK engagiert sich bei der Beschaffung von dringend benötigtem Schutz- und Testmaterial – sowohl für die Schweizer Bevölkerung wie auch für verletzliche Menschen in andern Ländern, die vom Coronavirus hart getroffen sind. Eine umfangreiche Lieferung wurde Anfang Mai dem Italienischen Roten Kreuz übergeben.

Die Logistik-Einheit des SRK arbeitet seit Wochen mit Hochdruck daran, grosse Mengen Schutz- und Testmaterial in die Schweiz zu importieren – und war dabei äusserst erfolgreich. Rund 120 Tonnen dieses dringend benötigten Materials hat das SRK für den Bund bisher eingekauft und massgeblich dazu beigetragen, Engpässe in der Gesundheitsversorgung und beim Schutz der Bevölkerung in der Schweiz zu überbrücken. 

Ergänzend dazu unterstützt das SRK auch andere Länder, deren Bevölkerung stark von der Corona-Pandemie betroffen ist, mit Schutzmaterial. «Wir helfen dort, wo die Not am grössten ist, sowohl in der Schweiz als auch in andern Ländern», betont SRK-Direktor Markus Mader. Die Solidarität mit unseren hart geprüften Nachbarn in Italien sei da besonders wichtig. Anfang Mai hat das SRK eine umfangreiche Spende mit Schutzmasken aus China an das Italienische Rote Kreuz weitergegeben.

«Wir sind dem Schweizerischen Roten Kreuz sehr dankbar für diese grosszügige Spende», sagt Francesco Rocca, Präsident des Italienischen Roten Kreuzes. «Die Masken werden dringend benötigt, um die Sicherheit unserer Mitarbeitenden und Freiwilligen zu gewährleisten, die nach wie vor an vorderster Front den von der Pandemie betroffenen Menschen medizinische Versorgung und Unterstützung bieten.» 

Lieferung via Rotkreuz-Netzwerk

Auch in weiteren, stark unter der Corona-Pandemie leidenden Ländern stellt das SRK Schutzmaterial zur Verfügung. Die Hilfsgüter werden via die Internationale Rotkreuzföderation an die jeweiligen Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften geliefert. Damit soll sichergestellt werden, dass das dringend benötigte Schutzmaterial den Verletzlichsten zugutekommt.

In den vergangenen Wochen unterstützte das SRK auf diese Weise seine Partnerorganisationen in Bangladesch, Afghanistan und Iran mit medizinischen Hilfsgütern. In Bangladesch engagiert sich das SRK seit vielen Jahren bei der Gesundheitsversorgung, der Katastrophenprävention und bei der Versorgung von Hunderttausenden Flüchtlingen aus Myanmar. Aufgrund der Corona-Pandemie hat das SRK dort wie in allen seinen 25 Einsatzländern seine langfristigen Programme stark angepasst und auf die Herausforderungen bei der Eindämmung der Pandemie ausgerichtet.

Umfangreiche Einkäufe für die Schweiz

Der Grossteil der vom SRK getätigten Einkäufe ist indes für die Schweiz bestimmt – sowohl für das Gesundheitssystem wie auch zum Schutz der Bevölkerung. Viele der Gesichtsmasken, die aktuell zum Selbstkostenpreis bei den Grossverteilern verkauft werden, stammen aus den Importen des SRK. Mit einem Teil des Materials wird zudem der Bedarf des SRK zur Sicherstellung der Dienstleistungen seiner Rotkreuz-Kantonalverbände, von Samariterbund und Militär-Sanitäts-Verband sowie der Blutspendedienste für die Bevölkerung gedeckt. Neben den Einkäufen in China hat das SRK auch Material gespendet erhalten, so beispielsweise 400'000 Masken aus Taiwan.

Das SRK stützt sich bei diesen Beschaffungen auf seine Expertise und sein Netzwerk aus der internationalen Katastrophenhilfe. Sämtliches vom SRK importierte Material ist qualitativ hochwertig. Es wird beim Einkauf von Fachpersonen in China geprüft sowie nach dem Import in die Schweiz zusätzlich vom ABC Labor in Spiez.