Corona-Krise

Interview mit Thomas Heiniger

Die Corona-Krise ist für das Schweizerische Rote Kreuz eine Bewährungsprobe. Präsident Thomas Heiniger erklärt, wie sie Schutzmasken beschaffen, wer oft vergessen geht und wo er seine Enkelin sonntags trifft.

Thomas Heiniger, 62, schnürt sich eine Gesichtsmaske um, bevor er das Corona-Testzentrum auf dem Expo-Areal in Bern betritt. Dann sucht der Präsident des Schweizerischen Roten Kreuzes (SRK) das Gespräch mit Samariterin Astrid Müller, 54. Mit Kollegin Marietta Ramseier, 48, ist sie dabei, zwei jüngere Damen, die im Auto in einer der Teststrassen sitzen, auf Corona zu testen. «Mich beeindruckt, mit welcher Ruhe sie ihren Job machen. Sie nehmen den Leuten einen Teil ihrer Nervosität», sagt Heiniger. 

Herr Heiniger, sind Sie beruflich noch oft unterwegs?

Nein, ich arbeite seit drei Wochen im Homeoffice. Sitzungen führen wir virtuell. Heute wollte ich mir aber vor Ort einen Eindruck von unserer Arbeit verschaffen. Natürlich gut geschützt.

Mit 62 gehören Sie noch nicht zur Risikogruppe.

Vom Alter her nicht, aber mir fehlt seit einem Töffunfall die Milz. Sie ist nicht lebensnotwendig, und doch bin ich anfälliger, leide häufiger an Erkältungen.

Sehen Sie Ihre Familie noch?

Ja, auf dem Bildschirm. Aus dem sonntäglichen Znacht wurde ein Videochat. Dort stossen ich und meine Frau mit unseren drei Kindern zum Apéro an. Und meine Enkeltochter, die am Ostermontag sechs Monate alt wurde, lächelt in die Kamera. Natürlich würde ich sie lieber in den Armen halten.

Das vollständige Interview von Jessica Pfister finden Sie jetzt unter www.schweizer-illustrierte.ch