Corona-Pandemie in Bangladesch

Grosse Herausforderungen im Flüchtlingslager von Cox’s Bazar

Das SRK unterstützt die nationalen Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften in seinen rund 30 Einsatzländern. In Bangladesch versorgt der Rote Halbmond die Menschen im riesigen Flüchtlingscamp weiterhin mit dringend benötigter medizinischer Hilfe.

In Bangladesch sind die Testkapazitäten stark begrenzt und lassen hohe Zahlen an unentdeckten Ansteckungen mit dem Coronavirus vermuten. Besonders gefährdet sind die Menschen im Flüchtlingslager von Cox’s Bazar und in den angrenzenden Gemeinden. In den Camps leben knapp eine Million geflüchteter Menschen aus Myanmar auf engstem Raum. Ein Ausbruch des Coronavirus in dieser dichtbesiedelten Region, wo die Gesundheitsversorgung bereits am Limit läuft und akute Atemwegsinfektionen häufig auftreten, wäre verheerend. 

Wie der Rote Halbmond hilft

Trotz stark eingeschränktem Zugang in die Flüchtlingslager von Cox’s Bazar kann der Rote Halbmond von Bangladesch mit Unterstützung des SRK seine Gesundheitsdienstleistungen und das Abfallmanagement in den Camps aufrechterhalten. Die wichtigen Hygienekampagnen in den Camps, wo die Menschen unter prekären Bedingungen sehr nahe zusammen leben gewinnen an Bedeutung. Gleichzeitig erfolgt wichtige Aufklärungsarbeit zum Coronavirus. 
  
Als wichtiger Partner der Gesundheitsbehörden betreibt der Rote Halbmond von Bangladesch drei Gesundheitszentren in drei der Flüchtlingslager. Diese Zentren sollen dahingehend ausgerüstet werden, dass sie nebst der medizinischen Grundversorgung auch die erste Triage und Isolation von Covid-19-Infizierten anbieten können. Ein viertes Zentrum, welches vor kurzem fertiggestellt wurde, soll zur Isolation und Behandlung von milden und moderaten Krankheitsverläufen genutzt werden und bietet Platz für 30 Betten. Dieses Behandlungszentrum steht den Bewohnern aller Camps sowie der lokalen Bevölkerung zur Verfügung. Weiter werden auch Mitarbeitende der staatlichen Gesundheitszentren in den umliegenden Gemeinden mit ausreichend Schutzausrüstung versorgt. 

Das SRK unterstützt die nationalen Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften in seinen rund 30 Einsatzländern und steht in Kontakt mit den jeweiligen Behörden. Ziel ist es, die Übertragung des Coronavirus zu verhindern oder zu verlangsamen, betroffenen Gemeinschaften zu helfen, den Zugang zu grundlegenden sozialen und medizinischen Diensten aufrechtzuerhalten und nicht zuletzt die psychologischen Auswirkungen auf die Menschen zu verringern.