Weltweite Pandemie

Coronavirus: Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung im Einsatz

Als Teil der weltweiten Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung unterstützt das SRK seine Partner in den vom Coronavirus betroffenen Ländern.

Die Internationale Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften (IFRC) und das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) haben zwei koordinierte Nothilfeaufrufe über insgesamt 800 Millionen Franken lanciert. Mit den erhaltenen Geldern wird die IFRC die nationalen Gesellschaften dabei unterstützen, angesichts der Ausbreitung von COVID-19 die gemeindebasierte Gesundheits- und Hygieneförderung und den Zugang zu grundlegenden Gesundheitsleistungen zu verbessern. Das IKRK wird die beschafften Mittel für Menschen einsetzen, die von bewaffneten Konflikten und anderen Gewaltsituationen betroffen sind: Es wird medizinische Einrichtungen und Haftanstalten unterstützen sowie vertriebenen und inhaftierten Menschen Zugang zu medizinischer Versorgung bieten. Diese Faktoren sind entscheidend, um die Ausbreitung des Coronavirus zu stoppen. Ziel ist es, die Übertragung zu verhindern oder zu verlangsamen, den bereits vom Ausbruch betroffenen Gemeinden zu helfen, den Zugang zu grundlegenden sozialen Diensten aufrechtzuerhalten und die wirtschaftlichen, sozialen und psychologischen Auswirkungen auf die Menschen zu verringern.

Die Schweiz unterstützt diesen Appell mittels Tripartite-Abkommen DEZA-SRK-IFRC mit CHF 300'000. Weiter leistet das SRK technischen Support im Logistikbereich. Ein Logistiker ist während drei Monaten für den Einkauf knapper Güter wie Masken, Desinfektionsmittel und Schutzanzüge verantwortlich. Zudem unterstützt das Logistik Team des SRK die COVID19-Logistik der IFRC direkt aus Bern. Das SRK steht bereit, um bei Bedarf weitere Fachpersonen zur Verfügung zu stellen.

Die SRK-Delegationen im Ausland stehen in Kontakt mit den Behörden der jeweiligen Länder sowie den Nationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften. Diese führen unter anderem in den SRK-Programmländern Nepal, Laos, Vietnam und Kirgistan Informations- und Präventionskampagnen zum Thema Coronavirus durch. Auch in weiteren Einsatzländern des SRK wie Honduras, El Salvador, Bolivien, Libanon, Bosnien und der Ukraine hilft das SRK u.a. die Bevölkerung zu sensibilisieren, Freiwillige auszubilden und Schutzausrüstung zu beschaffen. Das SRK nimmt laufend Anfragen seiner Partnerorganisationen entgegen, um diese bestmöglich in der Bewältigung der Coronakrise unterstützen zu können.