Coronavirus in der Schweiz

Coronavirus: Das SRK hilft betroffenen und gefährdeten Menschen

Die Geschäftsstelle des Schweizerischen Roten Kreuzes (SRK) verfolgt die Entwicklungen aufmerksam und steht in engem Kontakt mit den Behörden. Die Dienstleistungen der Rotkreuz-Kantonalverbände und der Samariterinnen und Samariter werden laufend der aktuellen Situation angepasst, damit auch die Verletzlichsten unserer Gesellschaft nicht vergessen gehen. Wir stehen den Menschen, die in Not geraten und Hilfe brauchen, zur Seite.

Die Rotkreuz-Kantonalverbände passen wo immer möglich, ihre Dienstleistungen den Bedürfnissen für die Verletzlichsten an. So gibt es beispielsweise beim Roten Kreuz Basel-Stadt einen neuen Besorgungsdienst für Menschen, die sich in Quarantäne befinden und ihr Zuhause nicht verlassen können. Zurzeit engagieren sich dort 20 Rotkreuz-Freiwillige und bringen den Betroffenen Einkäufe nach Hause. «Mit diesem Angebot erreichen wir die Verletzlichsten unserer Gesellschaft. Das sind besonders gefährdete Personen, wie ältere und kranke Menschen oder Familien sowie Migrantinnen und Migranten», sagt Mathias Kippe vom Roten Kreuz Basel-Stadt. Das Rote Kreuz prüft, ob diese Dienstleistung auch in weiteren Kantonen angeboten werden kann.

Die Samariter sind in verschiedenen Kantonen von den Behörden bereits aufgeboten, um sofort Einsatz leisten zu können; so etwa in den Kantonen Schaffhausen und St. Gallen. Im Kantonsspital Luzern wird ein Team von Samaritern das Gesundheitspersonal unterstützen. Im Kanton Thurgau übernehmen die Samariter unter der Leitung des kantonalen Führungsstabs Betreuungsaufgaben.

Seit Mitte März sind sechs Frauen des Rotkreuzdienstes als Teil des Sanitätsdienst Spital Bataillon 5 der Schweizer Armee im Einsatz – weitere werden folgen. Sie unterstützen die Gesundheitsfachpersonen in Spitälern in der Bekämpfung des Coronavirus. Seit über 100 Jahren engagieren sich Frauen  ganz im Sinne des Roten Kreuzes in verschiedenen Einsätzen zugunsten von Menschen in Not. Der Rotkreuzdienst besteht aus 250 Frauen mit qualifizierter medizinischer Ausbildung, die freiwillig Dienst zur Unterstützung des Sanitätsdienstes der Schweizer Armee leisten.

Familien brauchen unsere Unterstützung

Aufgrund der regen Nachfrage für die Dienstleistung Kinderbetreuung zu Hause kann es zu Engpässen kommen. Die Rotkreuz-Kantonalverbände versuchen den Anfragen – je nach Dringlichkeit – gerecht zu werden. Das SRK fokussiert auf Notfälle: kranke Kinder, familiäre Notsituationen oder auf Einsätze für Eltern, die selber im Pflegebereich arbeiten. Die Einsätze erfolgen mit allen gebotenen Schutzmassnahmen. Neue Angebote werden geprüft.

Dies gilt auch für andere Rotkreuz-Dienstleistungen wie zum Beispiel der Rotkreuz-Fahrdienst, Entlastung für pflegende Angehörige oder der Besuchs- und Begleitdienst. Bei Fragen oder für detaillierte Auskünfte kontaktieren Sie das Rote Kreuz in Ihrer Region.

Informationen zum Coronavirus in vielen Sprachen

Auf der Website migesplus sind mehrsprachige Publikationen vom BAG zum Coronavirus aufgeschaltet. Dank diesem Onlineportal erreicht das Rote Kreuz auch Migrantinnen und Migranten mit aktuellen Informationen zum Virus und unterstützt so auch die Kommunikation des BAG.

Das Rote Kreuz hält sich an die Empfehlungen der Behörde

Als Gesundheitsorganisation sieht sich das SRK im Zusammenhang mit der Ausbreitung des Coronavirus gegenüber der Bevölkerung in der Pflicht. Bestehende Dienstleistungen sollen wo immer möglich weiterhin erbracht werden. Dabei gilt es, die Freiwilligen, die Mitarbeitenden, die Kundinnen und Kunden sowie die Patientinnen und Patienten zu schützen. Bei den Empfehlungen an die Mitarbeitenden und Freiwilligen hält sich das Schweizerische Rote Kreuz an diejenigen des BAG.

Keine Kursangebote

Aufgrund der besonderen Situation und der vom Bundesrat beschlossenen neuen Vorsichtsmassnahmen werden bis auf weiteres keine Kurse oder Weiterbildungen angeboten.