Corona-Pandemie in El Salvador

Breit angelegte Sensibilisierungskampagne und Versorgung der Verletzlichsten

Das SRK unterstützt die nationalen Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften in seinen rund 30 Einsatzländern. In El Salvador setzt das Rote Kreuz auf Prävention und Sensibilisierung der Bevölkerung. Besonders verletzliche Menschen werden mit Hygienekits und sauberem Wasser versorgt. Auch die Menschen in Quarantäne erhalten materielle und psychosoziale Unterstützung.

Bereits im März, als es in El Salvador noch keine Ansteckungen gab, ordnete die Regierung eine Ausgangssperre sowie die Schliessung der Grenzen, Schulen und vieler Geschäfte an. Menschen, die sich davor im Ausland aufgehalten hatten, mussten in Quarantäne in speziell dafür umfunktionierten Unterkünften.  

Wie das Rote Kreuz hilft

Um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen und die besonders verletzlichen Bevölkerungsgruppen zu schützen setzt das Salvadorianische Rote Kreuz auf Präventions- und Sensibilisierungsmassnahmen und stärkt gleichzeitig die Kapazitäten des Gesundheitswesens. Mehr als 500 Rotkreuz-Freiwillige werden geschult, um eine breit angelegte Sensibilisierungskampagne umzusetzen. Sie erklären wichtige Präventionsmassnahmen wie regelmässiges Händewaschen und das richtige Vorgehen beim Verdacht auf eine Ansteckung mit dem Virus. Das Rote Kreuz versorgt 5000 Familien mit Hygienekits und stellt sauberes Wasser für 1000 Menschen bereit, damit sie die Hygieneregeln einhalten und sich schützen können. Weiter erhalten 1500 Personen, die sich in speziellen Unterkünften in Quarantäne befinden, Matratzen und Decken. Das Rote Kreuz stellt ihnen zudem 1000 Hygienekits bereit und steht mit psychosozialer Unterstützung zur Seite. Schliesslich rüstet das Rote Kreuz seine Ambulanzen für den Transport von infizierten Personen um.

Das SRK unterstützt die nationalen Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften in seinen rund 30 Einsatzländern und steht in Kontakt mit den jeweiligen Behörden. Ziel ist es, die Übertragung des Coronavirus zu verhindern oder zu verlangsamen, betroffenen Gemeinschaften zu helfen, den Zugang zu grundlegenden sozialen und medizinischen Diensten aufrechtzuerhalten und nicht zuletzt die psychologischen Auswirkungen auf die Menschen zu verringern.