Corona-Pandemie in Bosnien und Herzegowina

Angebote für besonders verletzliche Gruppen und psychosoziale Hilfe

Das SRK unterstützt die nationalen Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften in seinen rund 30 Einsatzländern. In Bosnien werden Ältere, sozial Benachteiligte sowie Migrantinnen und Migranten mit dem Lebensnotwendigen versorgt und über eine Helpline wird psychosoziale Unterstützung geboten.

Auch in Bosnien und Herzegowina breitet sich das Corona-Virus immer mehr aus. Viele Angestellte des Gesundheitswesens sind infiziert, was die Sorge um knappe Kapazitäten in Spitälern verstärkt. So sind beispielsweise die Kardiologie und weitere Abteilungen im Spital Tuzla wegen Personalmangel geschlossen. 

Wie das Rote Kreuz hilft

In Zusammenarbeit mit den Behörden informiert und sensibilisiert das Rote Kreuz von Bosnien und Herzegowina verletzliche Gruppen zu den Gesundheitsrisiken und Schutzmassnahmen und leistet direkte Hilfe: Es versorgt ältere und sozial benachteiligte Menschen, die das Haus nicht verlassen können, mit Lebensmittelpaketen, Medikamenten und Hygieneartikeln. Auch der in einigen Regionen aktive Heimpflegedienst für pflegebedürftige Menschen wird unter sorgfältiger Einhaltung der Sicherheitsmassnahmen fortgeführt. 

Für Menschen, die angesichts der Situation mit Unsicherheit oder Ängsten kämpfen, bietet das Rote Kreuz über eine Helpline psychosoziale Unterstützung an. Weiter unterstützt es den Zivilschutz und Gesundheitseinrichtungen beim Aufbau von Zelten und Einrichtungen, die der Triage von Erkrankten dienen und auch für die Quarantäne genutzt werden. Zudem stellt das Rote Kreuz die benötigten Materialien wie Zelte, Feldbetten und Bettwäsche bereit.

Im Brčko Distrikt gewährleistet das Rote Kreuz den Rettungsdienst mit Ambulanz-Fahrzeugen. An der Grenze zu Kroatien sucht ein mobiles Team weiterhin Migrantinnen und Migranten auf, die nicht in Flüchtlingszentren untergebracht sind und versorgt sie mit Erster Hilfe, Lebensmitteln und Hilfsgütern. Für sämtliche Aktivitäten benötigt das Rote Kreuz dringend Gesichtsmasken, Handschuhe und Desinfektionsmittel.

Das SRK unterstützt die nationalen Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften in seinen rund 30 Einsatzländern und steht in Kontakt mit den jeweiligen Behörden. Ziel ist es, die Übertragung des Coronavirus zu verhindern oder zu verlangsamen, betroffenen Gemeinschaften zu helfen, den Zugang zu grundlegenden sozialen und medizinischen Diensten aufrechtzuerhalten und nicht zuletzt die psychologischen Auswirkungen auf die Menschen zu verringern.