Mediencommunique

Blutreserven werden knapp

Probleme bei der Blutversorgung: Die Lagerbestände sind bei einzelnen Blutgruppen unter den Minimalbestand gefallen. Blutspende SRK Schweiz appelliert deshalb an die Bevölkerung, vermehrt Blut zu spenden. Ganz besonders gefragt ist Blut mit negativem Rhesusfaktor.

Der Verbrauch von Blutprodukten war zwar im letzten Jahr erstmals deutlich rückläufig, und auch für das laufende Jahr wird mit einem leichten Rückgang des Bedarfes gerechnet. Bereits im Frühjahr hatten die Blutspendedienste aber davor gewarnt, falsche Schlussfolgerungen aus diesen Zahlen zu ziehen: Mit saisonalen Engpässen - vor allem in den Sommerferien und in der Winterzeit - müsse weiterhin gerechnet werden.

Knappheit erstmals schon Mitte Juni

Im Mai und Juni müssen üblicherweise die Lager maximal aufgestockt werden, damit die schwierigen Sommermonate einigermassen gut überstanden werden können. Namentlich gegen Ende Juli kommt es dann regelmässig zu Engpässen bei der Blutversorgung. Zum ersten Mal überhaupt zeichnete sich nun aber bereits Mitte Juni eine Knappheit an den Blutreserven ab - noch bevor die Sommerferien überhaupt begonnen haben. Eine Erklärung für diesen beunruhigenden Rückgang zu finden, ist nicht ohne weiteres möglich. Einflüsse darauf haben aus Sicht von Blutspende SRK Schweiz das anhaltend warme Sommerwetter sowie die attraktiven Spiele der Fussball-Weltmeisterschaft in Brasilien. Zudem sind offenbar viele Spenderinnen und Spender immer noch verunsichert aufgrund der Berichterstattung zum Verbrauchsrückgang und meinen, ihre Spende sei nicht mehr erforderlich.

Besonders knapp: Rhesus-negative Blutgruppen

Blutspende SRK Schweiz appelliert an die Bevölkerung, in den nächsten vier bis fünf Wochen vermehrt Blut zu spenden. Gefragt sind alle Blutgruppen, ganz besonders aber Personen mit negativem Rhesusfaktor.