Mediencommuniqué

Betreuende und pflegende Angehörige: Vernehmlassung eröffnet, Interessengemeinschaft gegründet

Der Bundesrat eröffnet heute die Vernehmlassung über das Legislativpaket, das den betreuenden und pflegenden Angehörigen – insbesondere den berufstätigen unter ihnen – Erleichterungen bringen soll. Die «nationale Interessengemeinschaft für betreuende und pflegende Angehörige» will die Interessen der betreuenden und pflegenden Angehörigen auf nationaler Ebene vertreten. Sie wurde von Organisationen gegründet, die sich bereits heute für diese Angehörigen einsetzen.

Jeden Tag unterstützen, betreuen und begleiten in der Schweiz 1.9 Millionen Menschen ein Kind oder einen Erwachsenen. Ein grosser Teil von ihnen ist berufstätig. Dieses doppelte Engagement miteinander zu vereinbaren, führt oftmals zu Schwierigkeiten. Der vom Bundesrat angekündete Gesetzesentwurf mit dem Ziel, die Situation der betreuenden und pflegenden Angehörigen zu erleichtern, wird von allen Organisationen, Verbänden und Ligen, die sich für diese Angehörige einsetzen, schon lange erwartet.

Mit der Gründung der ersten «nationalen Interessengemeinschaft für betreuende und pflegende Angehörige» (oder IG-Betr. Angehörige) setzen sich das Schweizerische Rote Kreuz, die Krebsliga Schweiz, Pro Infirmis, Pro Senectute und Travail.Suisse auf nationaler Ebene für die Interessen der betreuenden und pflegenden Angehörigen ein. Die Gründungsorganisationen sorgen bereits heute tagtäglich für die betreuenden und pflegenden Angehörigen, sei es mit Entlastungsangeboten, Informationen oder direkten Beratungen.  

Gestützt auf ein grosses Netzwerk von Experten und Expertinnen, ist das erste Ziel der neuen Interessengemeinschaft, die vom Bundesrat vorgeschlagenen Gesetzesänderungen im Rahmen der bis 19. Oktober 2018 laufenden Vernehmlassung zu evaluieren und dazu Stellung zu nehmen. Jedes seiner Mitglieder ist zudem frei, gemäss der eigenen spezifischen Ausgangslage eigene Positionen zu formulieren.