Zwei Generationen Rettungsschwimmerinnen
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Die Frauen der Familie Klingenstein aus Lostorf in Olten haben eine gemeinsame Leidenschaft: Rettungsschwimmen. Sie sind Mitglieder der Schweizerischen Lebensrettungs-Gesellschaft SLRG. Die Kinder schwimmen mit, die Mama leitet die Schwimmlektion am Donnerstag mit.
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Die Frauen der Familie Klingenstein
Die Stimmung in der SLRG Olten ist sehr gut. An den Wettkämpfen feuern sich die Schwimmerinnen gegenseitig an.
 
 
 
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Familie Klingenstein
Sonja, Chantal (unten), Désirée (oben) und Daniela sind begeisterte Rettungsschwimmerinnen
 
 
 
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Mit dem Unterrichten hat Sonja Klingenstein wegen eines Leitermangels begonnen.
 
 
 
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Vor einem Glas Wasser im Garten sitzend, erzählt mir Sonja Klingenstein begeistert von ihrer Motivation, jede Woche Anfänger und Fortgeschrittene im Schwimmen zu trainieren. „Wenn die rund 15 Kinder sich strahlend verabschieden, ist das Lohn genug“, meint sie lächelnd und nimmt einen grossen Schluck aus dem Glas.

Durch Zufall in die Leitposition
Angefangen hat alles damit, dass es Sonja wichtig war, dass ihre Kinder gut schwimmen können. Jede Woche begleitete sie ihre drei Mädchen in den Schwimmunterricht. „Ich konnte sie schon bald alleine in die Badi lassen, ohne Angst haben zu müssen.“ Mit dem Unterrichten hat sie wegen eines Leitermangels begonnen. Denn hätte sich niemand gemeldet, wäre das Sommertraining ausgefallen. „Ich wollte sowieso einmal Herz-Lungen-Wiederbelebung erlernen“, lacht die Vollzeitmutter, die sich das Schwimmen übrigens selber beigebracht hat.
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Die 19-jährge Daniela arbeitet neben der Kanti als Bademeisterin.
„Wasser wurde weniger gefährlich.“

Seit Sonja sich in der SLRG engagiert, hat sie weniger Angst vor dem Wasser. „Ich fühle mich sicherer. Man darf die Gefahren im Wasser jedoch nicht unterschätzen.“ Einmal verlor ein Junge im Pool der Klingensteins die Kontrolle. Zum Glück hat Chantal, die jüngste der drei Schwestern, dies noch rechtzeitig bemerkt und ihre Mutter zu Hilfe geholt. „Mir ist aufgefallen, dass meine Kinder ein Auge für Gefahren im Wasser entwickelt haben.“ Die 19- jährige Daniela hat darin ihren perfekten Nebenverdienst gefunden. Daniela besucht zurzeit die vierte Klasse der Kantonsschule Olten und arbeitet an den Wochenenden und im Sommer als Badeaufsicht. Früher leitete sie auch Trainings, doch das lassen die vielen Hausaufgaben heute nicht mehr zu.
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Désirée
Die 13-jährige Désirée freut sich auf die Trainings am Donnerstag, um ihre Freundinnen zu treffen.
 
 
 
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Anja Stadelmann, Jugendrotkreuz Aargau
Familiäres Vereinsleben

Auch der 13-jährigen Désirée gefällt das Rettungsschwimmen. Besonders, dass sie jeden Donnerstag ihre Freundinnen wiedersieht. „An den Wettkämpfen haben wir immer „den Plausch“. Wir feuern uns gegenseitig an, das schweisst die Mannschaft zusammen.“ In der SLRG Olten herrscht ein umgängliches Klima, alle kommen gut miteinander aus. „Wir sind wie eine grosse Familie.“, so Désirée.

In diesem Moment kehrt Chantal vom Turnen zurück. Lebendig beginnt auch sie von den wöchentlichen Schwimmlektionen zu erzählen: „Ausser wenn ich krank bin oder jemand Geburtstag hat, bin ich immer dabei.“ Die Elfjährige liebt es, im Wasser zu sein. „Später will ich auch Bademeisterin werden“.

Eine gute Sache
Chantal hilft sogar schon ihrer Mutter beim Training der Grossen. „Da ist sie eine grosse Hilfe“, meint ihre Mutter. „Wenn jemand Freude am Wissen weitergeben hat, empfehle ich Freiwilligenarbeit auf jeden Fall weiter.“ Der Frühling ist nahe, fröhlich zwitschern die Vögel im Garten. Bald ist es an der Zeit, die Abdeckung des Pools der Klingensteins zu entfernen – die Schwimmsaison steht wieder vor der Tür. Die Rettungsschwimmerinnen sind jedenfalls jetzt schon bereit.

Text: Anja Stadelmann, Jugendrotkreuz Aargau
Fotos: SLRG Olten
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