Vom 9. bis 23. August werden 90 benachteiligte oder behinderte Kinder aus sechs Ländern der Balkanregion einen Aufenthalt im Herzen der Schweiz, auf dem Glaubenberg in Obwalden, geniessen können.
Gruppenbild vom SRK-Ausflug (17.8.) mit den fünf Begleitpersonen der südosteuropäischen Rotkreuzgesellschaften auf den Titlis, die während des Lagers für das Wohl der Kinder zuständig sind.
In den letzten sechs Jahren sind separat je 100 Kinder aus Albanien, Bosnien-Herzegowina, Kosovo, Kroatien, Mazedonien, Montenegro und Serbien in die Schweiz gekommen.
Im Camp von 2006 kommen 90 Kinder aus diesen Staaten zum ersten Mal gemeinsam in die Ferien. Bis heute ist es nicht selbstverständlich, dass Jugendliche aus den ehemals Krieg führenden, verfeindeten Gebieten zwei Wochen zusammen leben, miteinander sprechen, Sport treiben und spielen.
swisscor hat deshalb im Mai unter dem Patronat des Schweizerischen Roten Kreuzes (SRK) ein Seminar mit den Betreuern aus dem Balkan organisiert, um sie auf ihre nicht ganz einfache Vermittlerrolle vorzubereiten. 15 Erzieher und Delegierte des Nationalen Olympischen Komitees begleiten die 90 Kinder. Zusammen mit Begleitpersonen der nationalen Rotkreuzgesellschaften ist das SRK auch im Lager bei der Pflege und Betreuung aktiv.
Ein Gesundheits-Camp
Die Kinder werden betreut vom Spital Bataillon 5, das mit diesem Einsatz einen regulären Dienst absolviert. Diese Zusammenarbeit hat Tradition, sind doch knapp die Hälfte der eingeladenen Kinder schwer oder leicht behindert, andere kommen aus Waisenheimen, oder aus armen und schwierigen familiären Verhältnissen. In allen Lagern seit dem Jahr 2000 haben die Kinder mithilfe der Stiftung für die Herstellung von Prothesen, von Militärärzten oder freiwilligen Ärzten in ziviler Tätigkeit kostenlos Prothesen, Zahnbehandlungen oder andere medizinische Hilfe erhalten. Insgesamt waren bisher über 600 Kinder in den swisscor-Lagern. Manche kommen dieses Jahr wieder, weil ihre Prothesen dem Wachstum angepasst werden müssen oder weil sie eine andere Nachbehandlung brauchen.
Die Humanitäre Stiftung SRK unterstützt das Lager mit einem substantiellen Betrag.
