SRK-Weiterbildung im September 2018

Flucht und Trauma

Rund die Hälfte der in westliche Länder flüchtenden erwachsenen Personen leidet unter Traumafolge-Erkrankungen. Auch Kinder und Jugendliche weisen häufig spezifische Anzeichen von psychosozialen und körperlichen Belastungen auf. Die Arbeit mit Geflüchteten kann deshalb herausfordernd sein, denn Flüchtlingsarbeit ist immer auch Traumaarbeit.

Zielpublikum
Die Weiterbildung des SRK richtet sich an Personen, die sich beruflich (z.B. Sozialarbeit, Pädagogik, Betreuung) oder ehrenamtlich für Geflüchtete engagieren.

Ziele und Inhalte
Der Krieg hört für die betroffenen Menschen nicht einfach auf, wenn die Waffen schweigen. Die Gewalt selber wie auch die Flucht vor dem Krieg hinterlassen oft tiefe Spuren. Die Folgen dieser Erlebnisse schütteln die Kriegsflüchtlinge auch beim Grenzübertritt nicht einfach ab. 

In der Weiterbildung Flucht und Trauma setzen sich die Teilnehmenden mit den Lebensumständen von Menschen auseinander, die Krieg, Verfolgung und Flucht erlebt haben. Dank Hintergrundinformationen, Filmmaterial, Diskussionen und einfachen Übungen gewinnen die Teilnehmenden Sicherheit im Umgang mit Betroffenen.

Die Teilnehmenden

  • wissen, was ein Trauma ist und wie es entsteht
  • kennen die verschiedenen An- bzw. Erkennungszeichen eines Traumas und besondere Verhaltensweisen von Menschen, die traumatisierende Erfahrungen gemacht haben
  • erkennen mögliche Auswirkungen von Traumata auf die Betroffenen und ihr Umfeld
  • erarbeiten zusammen stabilisierende und ressourcenorientierte Handlungsmöglichkeiten für den Umgang mit traumatisierten Flüchtlingen in Begleitsituationen und lernen Massnahmen zur Selbstfürsorge und zum Selbstschutz kennen.

Referentin
Aebersold Monia, Fachexpertin, Schweizerisches Rotes Kreuz, Departement Gesundheit und Integration

Ansprechperson
Monia Aebersold, +41 58 400 45 51, monia.aebersold@redcross.ch

Mehr Infos
Website Traumatisierung