Sammelstelle Buchs

Rotkreuz-Freiwillige betreuen Asylsuchende

Das Schweizerische Rote Kreuz erhöht sein Engagement für Menschen auf der Flucht um zwei Millionen Franken. Das SRK unterstützt das Staatssekretariat für Migration mit dem Einsatz von Freiwilligen und angestellten Mitarbeitenden bei der Erstbetreuung neu eintreffender Asylsuchender in der Sammelstelle Buchs SG seit November 2015. Um die 1500 Menschen wurden dort bisher betreut.

Menschen, die in den Kanton St.Gallen kommen und um Asyl nachsuchen, werden in der Sammelstelle in Buchs für kurze Zeit betreut und versorgt, bevor sie in die ordentlichen Aufnahmestrukturen des Bundes kommen. Im Auftrag des Staatssekretariats für Migration (SEM) besorgt das SRK seit letztem November diese Aufgabe. Dafür sind Teams von bis zu fünf Freiwilligen aus Rotkreuz-Kantonalverbänden, Schweizerischem Samariterbund und der nationalen Geschäftsstelle des SRK im Einsatz. Mit einer fest angestellten Teamleitung begleiten sie Asylsuchende während des Aufenthalts, verteilen Verpflegung, Körperpflegeprodukte und Kleider, sorgen für die medizinische Begleitung und regeln den Tagesablauf. Das SRK darf dabei auf die grosszügige Unterstützung der Coop zählen, die dem SRK kostenlos Nahrungsmittel und weitere Artikel des täglichen Bedarfs zur Verfügung stellt.

Diese Betreuung wurde infolge des Anstiegs der Zahlen von ankommenden Asylsuchenden Anfang November sehr schnell aus dem Nichts aufgebaut, was eine enge Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Akteuren seitens des SRK und der zuständigen Behörden erforderte. Wie Luzius Schmid, Präsident des Rotkreuz-Kantonalverbandes St.Gallen, und Hugo Köppel, Leiter Integration und Rückkehr des SRK, in der Sammelstelle Buchs erläuterten, hat sich diese Zusammenarbeit bestens eingespielt und bewährt. Die Betreuung der Asylsuchenden wird auch immer wieder spontan von Bürgerinnen und Bürgern von Buchs mit Spenden oder Dienstleistungen unterstützt.

Auch wenn die Schweiz durch die Migrationsströme in Europa vergleichsweise wenig betroffen ist, will das SRK im Inland und im Ausland seinen Beitrag zur Hilfe an die Menschen auf der Flucht leisten. Menschen auf der Flucht müssten in ihrer Würde geschützt werden, ungeachtet der Frage, weshalb sie auf der Flucht sind und ob sie hier bleiben können, sagte SRK-Präsidentin Annemarie Huber-Hotz. Zudem müsse den Menschen, die die Reise nach Europa noch nicht angetreten haben, geholfen werden, um ihnen eine bessere Perspektive vor Ort zu geben.

Das SRK verstärkt deshalb sein Engagement im Migrationsbereich und hat dafür zusätzlich 2 Millionen Franken bereitgestellt. Davon ist ein Viertel für neue Aktivitäten in der Schweiz vorgesehen. Das SRK will laut seinem Direktor Markus Mader seinen Pool von Freiwilligen ausbauen, um bei Bedarf Leistungen auch an anderen Orten erbringen zu können. Im Ausland wird die Hilfe für Flüchtlinge in Libanon, Griechenland und Serbien zusammen mit den dortigen Rotkreuzgesellschaften ausgebaut. Und ähnlich wie in Buchs sind seit November 2015 Teams von Freiwilligen des SRK in Bayern im Einsatz; sie unterstützen das Deutsche Rote Kreuz bei der Erstbetreuung neu eingetroffener Asylsuchender im sogenannten Warteraum (Camp) in Erding.