Bangladesch

SRK-Präsidentin besucht Flüchtlingscamps

Annemarie Huber-Hotz, Präsidentin des Schweizerischen Roten Kreuzes (SRK), besucht vom 8.-13. Juli Bangladesch. Sie will mit ihrem Besuch die Arbeit des SRK und der Delegierten vor Ort unterstützen.

Die SRK-Präsidentin besucht vor allem den Süden des Landes. Dort sind seit vergangenem September hunderttausende Menschen gestrandet, die vor der Gewalt im Rakhine-Staat im Westen von Myanmar geflüchtet sind. Die Situation in den Camps ist äusserst schwierig. Viele Menschen sind traumatisiert, die Infrastruktur ist völlig ungenügend, die Gesundheits- und Hygienesituation prekär. Jetzt, zur Monsunzeit, spitzt sich die Lage weiter zu.

Annemarie Huber-Hotz wird in Bangladesch das lokale SRK-Team wie auch Vertreter und Vertreterinnen der Behörden, des nationalen Roten Halbmonds sowie der internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung treffen. Ein besonderes Anliegen ist es ihr, auch mit den direkt betroffenen Menschen in den Camps in Kontakt zu kommen und zu sprechen.

«Bangladesch ist für das SRK ein wichtiges Land, in dem wir uns seit Jahrzehnten engagieren. Die Krise in Zusammenhang mit den aus Myanmar geflüchteten Menschen beschäftigt mich auch persönlich sehr», sagte Frau Huber-Hotz vor Antritt der Reise. «Ich möchte mir selber ein Bild machen von der Situation und mit meinem Besuch unsere Arbeit und die unserer Partner unterstützen.»

Das SRK engagiert sich seit Beginn der Krise im letzten September in den Camps im Süden des Landes. Es hat zahlreiche Nothilfe-Spezialisten für Gesundheit und Hygiene in die Region geschickt. Zudem hat es – auch für die lokale Bevölkerung – Wasser- und Hygieneprojekte umgesetzt und mit den Gesundheitsbehörden Zentren für die medizinische Grundversorgung errichtet. Im Rahmen seiner langfristigen Entwicklungsprogramme ist das SRK schon seit bald 40 Jahren in dem südasiatischen Land tätig.