Paraguay: Mate-Tee und Empanadas

Tee mit Kultstatus

Bekannt sind Teezeremonien aus Asien oder England, die bis ins kleinste Detail nach alter Tradition abgehalten werden. In Paraguay ist das Trinken von Tereré unkomplizierter, aber nicht weniger wichtig.

Rezept
Empanadas

Hauptmahlzeit für 4 Personen oder Snack für 6 Personen

*Zutaten Teig
500 g Mehl
2 TL Salz
300 g Butter, kalt
2 Eigelb
Je 4 EL Milch und Wasser
1 Ei zum Bestreichen

*Oder fertigen Blätter- oder Kuchenteig rechteckig ausgewallt

Zutaten Füllung
3 EL Butter
500 g grob gehackte Zwiebeln
200 g Mozzarella geraffelt
200 g Halbhartkäse (z.B. Raclettekäse) geraffelt
1 TL Salz
weisser Pfeffer fein gemahlen
1 EL Oregano

Für den Teig Mehl und Salz mischen. Butter in Flocken dazu geben und zu einer krümeligen Masse zerreiben. Eigelb, Milch sowie Wasser beifügen und zu einem glatten Teig kneten. Im Kühlschrank ca. 2 Stunden ruhen lassen. Die Zwiebeln in der Butter weich dünsten. Mit Salz, Pfeffer und Oregano vermischen und abkühlen lassen. Dann den geraffelten Mozzarella und Käse beifügen, gut mischen. Den Teig dünn auswallen und Rondellen mit mind. 10 cm Durchmesser ausstechen. 1-2 EL Füllung in die Mitte der Teigrondellen geben und diese umklappen, so dass ein Halbmond entsteht. Gut verschliessen und mit Ei bestreichen. Im vorgeheizten Ofen bei 220°Grad 20-30 Minuten backen. Als Hauptmahlzeit mit Salat servieren.

Man kann sich Paraguay nicht denken ohne Tereré. Es gibt sogar einen nationalen Tereré-Tag, seit das Getränk 2011 als kulturelles Erbe gilt. Der etwas bittere, leicht anregend wirkende Mate-Tee wird als Tereré nicht etwa mit heissem, sondern mit Eiswasser aufgegossen. An nassen und kühlen Tagen wie heute trinkt man den Mate-Tee aber warm. Daher kocht uns Francisca Valenzuela in ihrer bescheidenen Küche Wasser für unsere Thermoskanne. So können wir auf dem weiten Weg zurück in die Stadt den Mate in der Guampa, dem traditionell gefertigten Trinkgefäss, immer wieder aufgiessen. Guampas gibt es in jeder Grösse und mit allen möglichen Designs. Oft sind sie mit Leder verkleidet, verziert mit ländlichen Szenen.

Aus der Guampa schlürft man das Nationalgetränk reihum. Dabei saugt man ein paar Schlucke mit der Bombilla, dem metallenen Trinkhalm. Das flache Sieb am Ende hält die zerkleinerten Teeblätter in der Guampa zurück. Immer wieder wird Wasser nachgefüllt. Die Thermoskanne ist denn auch meist nicht weit. Passanten tragen sie unter dem Arm. Man sieht sie am Arbeitsplatz auf dem Tisch stehen, im Schulzimmer auf dem Pult des Lehrers. Teetrinken ist in Paraguay ein Ritual und eine gesellige Angelegenheit.

So allgegenwärtig wie der Tee sind in Paraguay auch die Empanadas. Die gefüllten halbmondförmigen Teigtaschen gibt es in allen möglichen Variationen, klassisch gefüllt mit Hühnchen, Hackfleisch oder Schinken und Käse. Oft werden sie in heissem Fett knusprig gebacken. Ob zum Mittagessen oder als Zvieri – sie munden immer.