Guinea

SRK-Delegierte bekämpfen Ebola

Das Schweizerische Rote Kreuz entsendet zwei Mitarbeiter nach Guinea um die internationale Rotkreuz-Föderation bei der Bekämpfung von Ebola zu unterstützen. Die hoch ansteckende, tödliche Krankheit hat bereits auf die Nachbarländer übergegriffen.

Das Schweizerische Rote Kreuz (SRK) folgt mit der Entsendung einem Hilfsapell der Internationalen Föderation. Die beiden Delegierten unterstützen die Gesundheitsbehörden und das lokale Rote Kreuz bei der Eindämmung der Epidemie. Sie versorgen Rotkreuz-Freiwillige mit Schutzmasken und Desinfektionsmitteln und helfen beim Aufbau von Isolationszentren. Dem Schutz der Delegierten kommt dabei hohe Priorität zu. Ebola ist hoch ansteckend und unheilbar. Die Krankheit verläuft in der Regel tödlich, eine Impfung dagegen gibt es nicht. Innerhalb kurzer Zeit hat sie in Guinea 78 Menschenleben gefordert. Auch in den Nachbarländern Liberia und Sierra Leone gab es erste Todesopfer.

Oberstes Ziel ist es nun, eine weitere Ausbreitung der Krankheit zu verhindern. Neben der Isolation der Patienten und der Desinfektion ihrer Wohnhäuser ist die Prävention zentral. Das Rote Kreuz von Guinea mobilisiert und schult deshalb Freiwillige, die die Bevölkerung über Präventionsmassnahmen aufklären. Dazu gehören strikte Hygieneregeln wie regelmässiges Händewaschen mit Seife sowie der Verzicht auf den Konsum von Fleisch von wilden Tieren. Die Krankheit wird von Mensch zu Mensch über Körperflüssigkeiten übertragen.

Das Gesundheitssystem von Guinea ist mit der Bekämpfung der Epidemie überfordert. Dies umso mehr, als in dem Land auch Cholera und Masern ausgebrochen sind. Die Angst vor Ebola bewirkt zudem, dass viele Gesundheitszentren verlassen sind, weil das Personal flüchtet. Das SRK, das sich immer wieder bei der Bekämpfung von Epidemien einsetzt, unterstützt Guinea in dieser schwierigen Situation.