Philippinen

Rotes Kreuz im Einsatz nach Taifun Mangkhut

Der Taifun ist mit voller Wucht auf den Norden des Inselstaates getroffen und hat grosse Schäden verursacht. Das Schlimmste, das befürchtet worden war, trat aber nicht ein. Teams des Philippinischen Roten Kreuzes sind vor Ort und unterstützen die betroffenen Gemeinden. Das SRK leistet mit Unterstützung des Bundes einen Beitrag von vorerst 200 000 Franken an diese Nothilfe.

Auf den Philippinen hat Taifun Mangkhut am 15. September starke Verwüstungen angerichtet, bis zu 500 000 Menschen sind betroffen. Der Wirbelsturm der Kategorie 5 mit Windstärken von 170 km pro Stunde und Böen bis zu 260 km pro Stunde hat zudem Dutzende Erdrutsche und Schlammlawinen im Norden des Inselstaates verursacht. Viele Felder stehen aufgrund der heftigen Regenfälle unter Wasser, es kommt zu grossen Ernteausfällen insbesondere im wichtigsten Anbaugebiet des Inselstaates für Reis und Mais. In weiten Teilen ist der Strom ausgefallen, Häuser sowie die Infrastruktur wie Strassen und Brücken wurden stark beschädigt. Einige Gemeinden sind nur über Wasser oder in langen Fussmärschen erreichbar, da die Strassen blockiert sind.

Hilfe des Roten Kreuzes

Das Philippinische Rote Kreuz war seit der ersten Warnung in Bereitschaft und unterstützte die Behörden bei der Evakuierung der betroffenen Bevölkerung. Mitarbeitende und Freiwillige stellten Suchteams und Hilfsgüter vor Ort bereit, um in den gefährdeten Gebieten die Bevölkerung umgehend zu unterstützen. Sie leisten erste Hilfe und verteilen warme Mahlzeiten, Trinkwasser, Decken und andere wichtige Hilfsgüter. Rotkreuz-Mitarbeitende und -Freiwillige befreien zudem blockierte Strassen u.a. von umgestürzten Bäumen, damit die Hilfe die Menschen möglichst rasch und überall erreichen kann.

Das ganze Ausmass der Zerstörung ist noch nicht klar, da auch die Kommunikation in weiten Teilen des betroffenen Gebietes ausgefallen ist. Einzelne Regionen konnten noch nicht erreicht werden. Es kann aber davon ausgegangen werden, dass die Folgen von Mangkhut nicht so schlimm sind, wie im Vorfeld befürchtet wurde. Dies ist auch der besseren Vorbereitung auf solche Ereignisse zu verdanken, die Lehren aus dem Jahrhunderttaifun Haiyan im 2013 wurden gezogen. Die nun laufenden Abklärungen werden zeigen, wieviel Zerstörung Taifun Mangkhut brachte und welche Unterstützung die Philippinen bei der Bewältigung der Schäden benötigen werden. Das Schweizerische Rote Kreuz (SRK) leistet mit Unterstützung des Bundes einen Beitrag von 200‘000 Franken an die Nothilfe des Philippinischen Roten Kreuzes. Zudem ist es bereit, bei Bedarf Fachpersonal aus seinem Nothilfe-Pool zu entsenden.