Weltwassertag 2018

Wasser und Wissensmanagement

Der 22. März ist der Weltwassertag und erinnert an die grosse Bedeutung dieses Elements. Auch in der Auslandarbeit des SRK hat Wasser Priorität. Als Mitglied des Wasserkonsortiums engagiert sich das SRK zusammen mit anderen Organisationen für sicheres Trinkwasser und Hygiene.

Bis 2030 sollen gemäss den UNO-Zielen für nachhaltige Entwicklung alle Menschen Zugang zu sauberem Wasser und Sanitätsversorgung haben. Noch immer aber haben über zwei Milliarden Menschen keinen sicheren Wasseranschluss. Der jährliche Weltwassertag bringt die Bedeutung von Wasser zur Sprache und stellt Lösungen vor. «Nature for Water» ist das Thema 2018, dahinter verbergen sich ökologische Ansätze, mit denen Wasservorräte nachhaltig gesichert und die Qualität von Wasser verbessert wird. Dazu zählen Wiederaufforstung und Bepflanzungen gegen Bodenerosion – Massnahmen, wie sie das SRK in der Katastrophenvorsorge umsetzt.

Wasserprojekte in 15 Ländern

Das SRK engagiert sich in 15 seiner rund 30 Programmländer mit längerfristigen Wasser- und Hygieneprojekten. Zusammen mit der lokalen Bevölkerung baut es Zisternen, Brunnen oder Latrinen, optimiert die landwirtschaftliche Bewässerung in Gemüsegärten und unterstützt verschiedene Filter- und Desinfektionssysteme, um Wasser zu reinigen. Die Verbesserung des gesamten Wasserkreislaufes ist Bestandteil dieser Programme.

In der Schweiz ist das SRK Mitglied beim Wasserkonsortium, einem Zusammenschluss von acht Hilfswerken, die sich für Wasser und Hygiene einsetzen. «Wir bearbeiten gemeinsame Themen und lernen voneinander», erläutert Lorenz Indermühle, Chair des Schweizer Wasserkonsortiums und Leiter der SRK-Abteilung Afrika/Amerikas. «Schwerpunkte sind sicheres Trinkwasser, Zugang zu Toiletten, Bewässerung von Familiengärten und Aufklärung über Hygiene.» Die Ergebnisse der gemeinsamen Arbeit von acht NGOs können sich sehen lassen: In rund 20 Projekten in 10 Ländern haben 768‘000 Menschen Zugang zu Trinkwasser und 600‘000 Menschen sanitäre Anlagen erhalten. «Dank der Zusammenarbeit erreichen wir mehr, insbesondere auch was Anwaltschaft für Wasser betrifft», ist Lorenz Indermühle überzeugt.

Blueschool 2.0

Neben dem Wissensaustausch will das Wasserkonsortium gezielt Innovationen ermöglich. «Ein vielversprechendes neues Konzept ist Blueschool 2.0.», sagt Lorenz Indermühle. Es wurde von mehreren Organisationen des Wasserkonsortiums entwickelt und in über 200 Schulen weltweit erprobt. Die beteiligten Schulen integrieren Hygiene im Lehrplan, haben sichere Sanitäranlagen, betreiben einen Schulgarten und verfügen über ein Abfallkonzept.

World Water Day

Swiss Water & Sanitation Consortium