7. April: Weltgesundheitstag

Zugang zur Gesundheitsversorgung

Noch immer sind weltweit Millionen Menschen bei Krankheit und Geburt auf sich selbst gestellt. Das SRK bekämpft diesen Missstand. Allein letztes Jahr ermöglichte es fast 5,8 Millionen Menschen den Zugang zu einer Basisgesundheits-Versorgung.

Weit verbreitete Krankheiten wie Durchfall, Lungenentzündung oder Masern führen in der Schweiz kaum mehr zu Todesfällen. Doch weltweit fordern sie noch immer jährlich Millionen von Menschenleben, insbesondere in abgelegenen Gebieten armer Länder. Es fehlt an Gesundheitszentren, an Medikamenten, an sauberem Wasser oder einfach an Moskitonetzen. Schwangerschaften und Geburten sind für Mutter und Kind hoch riskant, denn sehr häufig erfolgen sie ohne medizinische Begleitung. Komplikationen haben oft tödliche Folgen, denn die Mütter sind in ihrer Not auf sich selbst gestellt.

Mit einfachen Mitteln die Versorgung verbessern

Das wichtigste Aufgabenfeld des Schweizerischen Roten Kreuzes (SRK) ist die Basisgesundheit. In seinen langfristigen Programmen in über 30 Ländern setzt es sich dafür ein, dass alle Menschen wenigstens Zugang zu einer einfachen medizinischen Grundversorgung haben. In vernachlässigten Regionen unterstützt es insbesondere benachteiligte Gruppen, Frauen und Kinder.

Dabei hilft es beim Aufbau von Gesundheitsstationen in abgelegenen Gebieten. Diese sind für die Bevölkerung schneller und kostengünstiger zu erreichen als weit entfernte und werden entsprechend häufiger aufgesucht. Es fördert ebenso die Vorsorge bei Schwangerschaft und Geburt, engagiert sich in der Prävention von vermeidbaren Krankheiten oder kämpft gegen Armutsblindheit.

Rotkreuz-Freiwillige im Gesundheitswesen

Das SRK bildet Fachleute weiter und schult Rotkreuz-Freiwillige speziell zu Gesundheitsthemen. Rotkreuz-Freiwillige gehen in die Dörfer und klären die Bevölkerung über Krankheiten von Durchfall, Malaria bis hin zu HIV/Aids oder Ebola auf, reden über Familienplanung, Mangelernährung oder die Zusammenhänge von Gesundheit und Hygiene sowie ihr Recht auf Gesundheitsversorgung. Dank der Verbreitung von Wissen und Informationen stärken sie zudem die Gemeinschaften und insbesondere Frauen darin, dieses Recht bei den lokalen Behörden und dem Staat einzufordern.