Lehrgang Pflegehelfer/-in SRK

SESAM öffnet Flüchtlingen die Türe zum Arbeitsmarkt

Das Staatsekretariat für Migration (SEM) und das SRK zogen am 25. Oktober 2018 eine positive Bilanz über das gemeinsame Pilotprojekt SESAM. Dieses ermöglichte es mehreren hundert Personen aus dem Migrationsbereich, eine Ausbildung im Pflegebereich zu machen und dort eine Arbeitsstelle zu finden. Unter ihnen sind viele Flüchtlinge und vorläufig aufgenommene Personen.

Migrantinnen und Migranten sowie anerkannten Flüchtlingen und vorläufig Aufgenommenen den Einstieg in den Arbeitsmarkt im Pflegebereich erleichtern: Mit diesem Ziel lancierten das SEM und das SRK vor drei Jahren das Pilotprojekt SESAM. Das Projekt beinhaltet Massnahmen, um Migrantinnen und Flüchtlinge darin zu unterstützen, den seit Jahrzehnten bestehenden Lehrgang Pflegehelfer/-in SRK (PH SRK) erfolgreich zu absolvieren. Seit Projektbeginn nahmen insgesamt 616 Personen an SESAM teil. Drei Viertel von ihnen sind Frauen, rund die Hälfte anerkannte Flüchtlinge oder vorläufig Aufgenommene. 444 Teilnehmende haben inzwischen den PH SRK erfolgreich abgeschlossen. Fast 90 Prozent der Teilnehmenden fanden im Anschluss auch eine Stelle. Von den übrigen Teilnehmenden befinden sich die meisten noch in der Ausbildung. Die Ausstiegsquote ist dank der sorgfältigen Auswahl sehr tief: Rund ein Drittel der Interessierten wurde gar nicht erst zum Lehrgang zugelassen, zumeist wegen fehlender Sprachkenntnisse. Die hohe Anstellungsquote widerspiegelt auch die hohe Motivation der Teilnehmenden.

«Die Pflegehelfenden des SRK sind auf dem Arbeitsmarkt sehr gefragt.»

Jedes Jahr absolvieren landesweit über 4000 Personen den Lehrgang PH SRK, im Rahmen von SESAM werden es jährlich künftig mehrere hundert Personen sein. Angesichts dieses Verhältnisses unterstrich die stellvertretende SRK-Direktorin Christine Kopp an der heutigen Medienkonferenz: «Die Pflegehelfenden des SRK sind auf dem Arbeitsmarkt sehr gefragt. Angesichts des steigenden Bedarfs an Betreuung im Alter sind die Migrantinnen und Migranten ein willkommene Ergänzung zu den Schweizer Arbeitskräften.»

Zahlreiche Rotkreuz-Kantonalverbände sind mit unterschiedlichen Massnahmen an SESAM beteiligt: Sprachkurse, Tutoring während des Lehrgangs, Mentoring für die Suche nach Praktikumsstellen und vereinzelt auch 12-monatige Programme für Flüchtlinge und vorläufig Aufgenommene. Sie werden ihre Massnahmen auch nach Ende der Pilotphase weiterführen.