Sharon Torre, aktiv im Jugendrotkreuz Basel-Stadt, ist als erste aktive Jugendliche des SRK in den Vorstand eines SRK-Kantonalverbands gewählt worden. Sie möchte dort die Interessen ihrer Jugendgruppe vertreten.
Engagierte Jungedliche des SRK - neuerdings auch im Vorstand des Kantonalverbans Basel-Stadt. © Annemarie Geurts
«Die Wahl macht mich stolz.» So reagiert Irene von Planta, Vorstandspräsidentin des SRK Basel, auf die Wahl der 19-jährigen Sharon Torre. Mit gutem Grund, denn zum ersten mal wurde eine Jugendliche in den Vorstand eines Kantonalverbands des Schweizerischen Roten Kreuzes gewählt. «Das SRK Basel übernimmt damit eine Vorreiterrolle in der Schweiz», so von Planta.
Die Chance nutzen
«Ich sehe die Chance vor allem darin, dass ich nicht ganz so rational und vielleicht etwas risikobereiter vorgehe.» Der Vorstand habe sie sehr freundlich und offen willkommen geheissen. Zweimal nahm sie bereits an einer Vorstandssitzung teil, allerdings ohne Stimmrecht. «Es gab natürlich einige Themen, bei denen ich noch nicht mitreden konnte, zum Beispiel Finanzen.» Sie sei auch froh, dass sie nicht in allen Sachgebieten voll auf der Höhe sein müsse und sich noch etwas zurückhalten könne.
Anliegen der Jugend einbringen
Bei ihrer Wahl befand sich Sharon noch auf der Maturareise. «Ich war schon vor der Mitgliederversammlung zur Wahl vorgeschlagen worden. Ich hatte mich für den Posten beworben.» Eine Wahl in Abwesenheit also. In Zukunft will die 19-jährige Maturandin aber anders glänzen, nämlich als Repräsentantin ihrer Jugendgruppe, deren Anliegen sie in den Vorstand einbringen möchte.
Zwei Fliegen auf einen Streich
Es war indes nicht nur ihr Alter, die ihr zur Wahl verhalf. «Beim SRK Basel verfolgte man auch das Ziel, eine SRK-Freiwillige in den Vorstand aufzunehmen», so Sharon Torre. Ihr freiwilliges Engagement beim Jugendrotkreuz Basel ermöglichte ihr nun, diesen Posten zu übernehmen. Und damit die jugendliche Optik einer SRK-Freiwilligen in den Vorstand zu tragen.

Das Jugendrotkreuz Basel und Freiburg im TV
Der Einsatz von Jugendlichen im medialen Rampenlicht: am Sonntag, 4. Mai strahlt das Schweizer Fernsehen zwei Beiträge über das freiwillige Engagement des Jugendrotkreuzes Basel und Freiburg aus.
Eine junge Freiwillige des JRK Basel besucht einen gehbehinderten Mann - die Sendung "mitenand" schenkt dem Jugendrotkreuz mediale Aufmerksamkeit.
Foto © JRK
«Zwar dauert der Beitrag nur etwa drei Minuten, aber immerhin hört und sieht uns ein breites Publikum», meint Anne Modliar vom JRK Freiburg. Sie beteiligt sich gemeinsam mit anderen freiwilligen Jugendlichen an der Kampagne «Ich, Rassistin?!? Ich, Rassist?!?». Seit 2007 hat die Gruppe schon Schulen in Bulle und in Freiburg besucht und dort Schulklassen über rassistische Wahrnehmung und Tendenzen im Alltag aufgeklärt. Der Beitrag in der Sendung «ensemble» berichtet über einen Besuch am Kollegium Gambach in Fribourg.
Auch die Jugendrotkreuzorganisationen in Basel erhielt vor einigen Wochen Besuch von einem Fernsehteam. Dieses begleitete einen Nachmittag lang Sabine Hoffmann bei ihrem Sozialeinsatz mit einer behinderten Person, die an den Rollstuhl gebunden ist. Die Begleitung von bedürftigen und sozial benachteiligten Menschen im Alltag ist Teil des sozialen Engagements des JRK Basel.
TV-Tipp:
Der Beitrag zum JRK Freiburg wird in der Sendung «ensemble» am Sonntag, 4. Mai um 18.20 Uhr auf TSR1 ausgestrahlt.
Der Beitrag zum JRK Basel wird in der Sendung «mitenand» am Sonntag, 4. Mai um 19.20 Uhr (vor der Tagesschau Hauptausgabe) auf SF1 ausgestrahlt.

Aktive SRK-Jugend am 8. Mai
Der Weltrotkreuztag am 8. Mai richtet ein besonderes Augenmerk auf die Jugend des SRK. In mehreren Städten finden Anlässe statt – für Jugendliche und von Jugendlichen organisiert. Ein Überblick.
Henry Dunant zum Geburtstag - junge Freiwillige werben für die Anliegen des SRK.
In Bern organisiert die Sektion SRK Bern-Mittelland auf dem Münsterplatz ein kleines Musikfestival: es spielen von der Rockband „Vabian“, über die Funkcombo „The Phanamanation“ bis hin zur Rapgrösse „Greis“. Der Eintritt ist frei, die Konzerte dauern von 16 bis 22 Uhr. Der Flyer gibt weitere Infos. (siehe unter „Material“)
In St. Gallen organisiert das JRK ein Konzert im „Flon“ - auftreten werden die beiden Bands „bright“ und „aimeecares“. Auch hier ist der Eintritt frei und alle sind herzlich eingeladen. Eine Kollekte kommt dem Projekt „Nachhilfe für fremdsprachige Kinder“ des JRK St. Gallen zu Gute. Um 19.30 Uhr geht’s los. Der Flyer gibt weitere Infos. (siehe unter „Material“)
In Zug organisiert der Kantonalverband im Burgbachsaal ein Konzert mit der Kadettenmusik Zug. Das Konzert ist öffentlich und kostenlos. Anlässlich des Konzerts wird unsere Kampagne „Deine Stärken. Deine Zukunft. Ohne Druck!“ kurz vorgestellt.
In Zürich, Basel und Genf werden Freiwillige des JRK am 8. Mai in der Innenstadt Passantinnen und Passanten auf den Weltrotkreuztag und das Jugendrotkreuz aufmerksam machen. Wer mitmachen will, meldet sich bei ursina.mayor@srk-zuerich.ch (für Zürich), bei nicole.ritzmann@srk-basel.ch (für Basel) oder bei crj@croix-rouge-ge.ch (für Genf).
Darüber hinaus nehmen auch die Kantonalverbände im Wallis und in Freiburg Anfang Mai die Chance wahr, sich einem jungen Publikum zu präsentieren: bereits am 2. Mai werden sich in Sion an einem Stand Kinder schminken lassen können und das lokale JRK wird über ihre Projekte aufklären. Am 10. Mai wartet das JRK Freiburg auf der Place George Python in einem Zelt mit Spielen und anderen Attraktionen auf.
Anlässlich des 8. Mai wurde ein Internet-Dossier zum Thema „Jugendliche leisten Freiwilligenarbeit“ erstellt. Es bietet einen Überblick zum vielseitigen Engagement der SRK-Jugend. (siehe Spalte rechts)

Internationale Luft schnuppern
77 Freiwillige des Jugendrotkreuz (JRK) Genf waren vom 22. bis 30. November an den 30. Statutarischen Versammlungen der Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung in Genf aktiv. Sie kümmerten sich „backstage“ um die Delegierten.
Die jungen Freiwilligen des JRK Genfs engagieren sich "backstage", damit an der wichtigen internationalen Konferenz alles rund läuft.
Internationale Luft schnuppern und live miterleben, wie eine grosse Konferenz einer weltweit tätigen Hilfsorganisation abläuft - ein Traum vieler junger Menschen. Dank des JRK Genf wurde dieser für rund 80 Jugendliche zur Realität.
Wortmeldungen registireren, Delegierte betreuen
„Die meisten unserer Freiwilligen arbeiteten in den Konferenzsäälen“, erklärt Fabienne Kühne, Koordinatorin des JRK Genfs. „Sie informierten die Vorsitzenden während den Debatten per Walkie-Talkie über Wortmeldungen der Delegierten.“ Andere betreuten die Abgeordneten bei der Registrierung, lösten im Internetcafé Computerprobleme oder kopierten auf Wunsch Dokumente und übermittelten Nachrichten.
Der Freiwilligeneinsatz war nicht immer ein Zuckerschlecken. „Auch langes Herumstehen und ständiges Lächeln, selbst wenn einem vor müden Beine und Rückenschmerzen ganz und gar nicht danach ist, gehört dazu“, meint Fabienne Kühne.
„Ich sprach zur ganzen Welt“
Aber Dorand Papa, Freiwilliger des JRK Genfs, sprüht vor Begeisterung. „Es war ein absolut einmaliges Erlebnis“, sagt er. „Die Arbeit hat mir begreiflich gemacht, wie gross und wichtig das weltweite Engagement im Zeichen des Roten Kreuzes ist.“
Oberstes Gebot der jungen Freiwilligen war die Zufriedenheit der Gäste. Neben ihren eigentlichen Aufgaben kümmerten sie sich um wichtige Kleinigkeiten - frisches Wasser bringen, für jemanden ein Foto machen. „Hauptsache die Delegierten fühlten sich wohl und im Konferenzsaal lief alles rund“, beschreibt Dorand seinen Dienst.
Besonders beeindruckt hat ihn die Tatsache, dass die Delegierten aus der ganzen Welt gemeinsam für die gleiche Sache, die Menschlichkeit, an einem Strick ziehen. Nicht ohne Stolz berichtet er von seinem speziellen Auftritt: „Ich wurde angefragt, während der Eröffnungszeremonie den Grundwert der Neutralität vorzulesen. Das war ein bewegendes Erlebnis. Ich stand auf der Bühne und sprach sozusagen zur ganzen Welt!“

Malwettbewerb für Kinder
An der Zürcher Messe „züspa“ war das Schweizerische Rote Kreuz mit einem grossen Infostand vertreten. Das Jugendrotkreuz (JRK) Kanton Zürich führte im Rahmen der internationalen Kampagne „Deine Zukunft. Deine Stärken. Ohne Druck!“ einen Malwettbewerb für Kinder durch.
Der Tisch mit Kindern war stets gut besetzt. (Foto: JRK ZH)
„Was möchtest du gut können, wenn du gross bist?“ Diese Frage stellte das JRK Kanton Zürich den ganz jungen Messe-Besucher/-innen. Den Kindern fiel es nicht schwer, diese Frage zu beantworten. An zwei Tagen entstanden 70 Zeichnungen zu bekannten Berufs-wünschen wie „Fussballer“, „Lokomotivführer“ und „Reiterin“. Aber auch Ausgefallenes war darunter: „Gut den Handstand können“, „Dinosaurier-Schauspielerin“, „Beachvolleyball“, „Feuerwerksverkäufer“ oder „Baggerführerin“.
Am Maltisch sass stets eine muntere Gruppe Kinder. Eltern wie Kinder diskutierten immer wieder die Wettbewerbsfrage untereinander oder mit den JRK-Freiwilligen, die den Stand hüteten. Die Freiwillige verteilten zudem Flyer an Gleichaltrige, um so auf die JRK-Aktivitäten aufmerksam zu machen. Schön wäre, die eine oder andere interessierte Person bleibt beim JRK hängen!
„Ich, Rassist?!“
Zehn Freiwillige des Jugendrotkreuzes (JRK) Freiburg sensiblisieren 6000 BerufsschülerInnen im Kanton Freiburg mit der Ausstellung „Ich, Rassist?!“ zum Thema Rassismus.
Eine Schulklasse arbeitet während des Ateliers mit dem Comics "Ich, Rassist?!"
„Rassismus geht uns alle an.“ Davon ist Yolanda Mühlethaler, Koordinatorin des JRK Freiburg, überzeugt. „Indem wir die Ausstellung ‚Ich, Rassist?!’ nach Freiburg geholt haben, können wir SchülerInnen auf humorvolle Weise dazu bringen, ernsthaft über das Thema Rassismus nach zu denken.“ Am Montag, 15. Janaur 2007 fand die Vernissage mit prominenten Gästen statt, seit Dienstag arbeiten die JRK Freiwilligen mit den Schulklassen.
Mit Comics gegen Rassismus
Die Schautafeln der Ausstellung basieren auf einem Comicband des Europarates. Die Ausstellung ist dank der Zusammenarbeit zwischen dem Integrationsdelegierten des Kanton Freiburgs, Bernard Tétard, und dem JRK Freiburg in sechs Berufsschulen des Kantons unterwegs. „Wir waren von einer Zusammenarbeit sofort begeistert“, sagt Yolanda Mühlethaler. „Durch die Ateliers in den Schulklassen treten wir persönlich mit den SchülerInnen in Kontakt und sensibilisieren zum Thema Rassismus ; dies entspricht 100%ig unserem Engagement für die Rotkreuz-Grundwerte.“ Das Besondere daran: Jugendliche sensibilisieren Jugendliche.
Die Vorbereitungszeit war intensiv. Die Erleichterung über den Erfolg ist Yolanda Mühlethaler an zu sehen, wenn sie mit leuchtenden Augen von der Vernissage erzählt: „Es ist sehr gut gelaufen – ich bin stolz auf unsere Arbeit.“ Sie empfindet es als Anerkennung für ihre Arbeit, dass neben dem Direktor und dem Präsidenten des Freiburgischen Roten Kreuzes, Charles Dewarrat und David Seydoux, auch Staatsrat Pascal Corminboeuf und Grossratspräsident Jacques Morand anwesend waren.
Vorurteile sind alltäglich – auch bei uns
Die jungen Ehrenamtlichen hatten wenig Zeit, sich auf ihren Lorbeeren auszuruhen: Schon am Dienstag, 16. Januar, begann ihr Einsatz in den Schulklassen. Im ersten Versuch animierten sie auf französisch in einer deutschen Klasse, wobei die Klasse die JRK Freiwilligen sofort mit ihren Vorurteilen konfrontierte. „Zum Glück ist es uns gelungen, ein positives Klima zu schaffen, indem wir darauf eingingen. Es ist ein wichtiges Ziel der Ateliers, Vorurteile und Diskriminierung im Alltag zu thematisieren“, beurteilt die JRK Koordinatorin die Herausforderung der kommenden Wochen.

Jugendliche starten fürs Rote Kreuz durch
Das Jugend-Rotkreuz ist im Aufbruch: Nicht nur in Zürich, auch in Bern entsteht auf Anfang 2007 eine Jugendgruppe. An vorderster Front dabei ist der 26-jährige Philippe Lindegger. Er will Jugendliche dafür gewinnen, eigene Projekte auf die Beine zu stellen.
Hast du Lust, dich wie die 18-jährige Sharon Torre für Menschen wie Dominik zu engagieren? Melde dich in Zürich, Bern, Basel, Genf oder Freiburg.
(Bild: Annemarie Geurts)
Jugendliche starten fürs Rote Kreuz durch: Auf Anfang 2007 tritt der 26-jährige Philippe Lindegger in Bern seinen Job beim neu gegründeten Jugendrotkreuz JRK in Bern an. «Ich freue mich sehr auf diese herausfordernde Tätigkeit», sagt der ausgebildete Sozialarbeiter. «Ich wünsche mir, möglichst rasch motivierte Jugendliche zu finden, welche kreativ und ideenreich, Projekte planen und durchführen.» (vgl. Kontakte unten)
Das im Dezember 2006 gegründete JRK Zürich startet 2007 mit dem Pilotprojekt «Spielen mit Kindern im Durchgangszentrum». Auch ein Besuchsdienst für Seniorinnen und Senioren ist geplant. Einen Einstieg bietet ein Einführungskurs. Wenn du daran interessiert bist, melde dich beim SRK Zürich (vgl. Koordinaten unten). Sobald genügend Teilnehmende mitmachen möchten, wird ein weiterer Kurs durchgeführt.
Freude über Zuwachs in Feiburg, Basel und Genf
Andernorts sind Jugendliche bereits aktiv fürs Rote Kreuz, freuen sich aber über Zuwachs: 25 Jugendliche helfen beim JRK Basel Kindern bei den Aufgaben oder begleiten behinderte Mitmenschen beim Einkaufen.
Aktiv ist das Jugend-Rotkreuz in der Westschweiz: In Genf engagieren sich 250 junge Menschen, in Freiburg sind es 25 Jugendliche.
Möchtest du dich für benachteiligte Mitmenschen engagieren und mit Gleichaltrigen etwas auf die Beine stellen? Hier kannst du dich melden:
Kontakte
Bern: Philippe Lindegger, philippe.lindegger@srk-bern.ch; 031 384 02 00
Zürich: Ursina Mayor, ursina.mayor@srk-zuerich.ch, 044 388 25 27
Basel: Conny Hasler und Nicole Ritzmann 061 319 56 56/62, jugendrotkreuz@srk-basel.ch
Genf: 022 304 04 04, crj@croix-rouge-ge.ch
Freiburg: David Seydoux, 026 347 39 68, david.seydoux@croix-rouge-fr.ch

Freie Fahrt für Jugendliche in Zürich
Seit Dezember 2006 gibt es ein Jugendrotkreuz (JRK) im Kanton Zürich. Es richtet sich an junge Menschen zwischen 15 und 30 Jahre.
Spielnachmittag in einem Durchgangszentrum für Asylsuchende (Foto: Ines Quinteros, Gruppe SCI Kanton Zürich)
Interessierst du dich für humanitäre Werte und möchtest du dich für Menschen in Schwierigkeiten einsetzen? Bist du zwischen 15 und 30 Jahre alt? Dann bist du beim Jugendrotkreuz Zürich an der richtigen Adresse.
Als Freiwillige oder Freiwilliger beim JRK Zürich hast du die Möglichkeit, Tätigkeiten im humantiären und sozialen Bereich zu begleiten und zu lancieren. Beispielsweise gibt es Spielnachmittage mit Migrantenkindern oder Besuche beim Seniorinnen und Senioren. Eigene Ideen sind willkommen – das JRK Zürich unterstützt dich, deine eigenen Projekte zu realisieren.
Wie kannst du dich einsetzen?
Einen Einsteig ins Jugendrotkreuz bietet ein Einführungskurs. Themen:
die weltweite Bewegung des Roten Kreuzes,
Freiwilligenarbeit und
Projektarbeit.
Wenn du Interesse an einem Einführungskurs hast, melde dich bei ursina.mayor@srk-zuerich.ch oder Tel 044 388 25 27. Sobald genügend Teilnehmende mitmachen möchten, wird ein weiterer Kurs durchgeführt.
Weitere Informationen findest du auf der Homepage des Roten Kreuzes Kanton Zürich.
