AKTUELL: 23.08.2012

Jugendrotkreuz Aargau gewinnt Orange Award 2012

Das Jugendrotkreuz Aargau hat mit ihrem Projekt „Mentoring für fremdsprachige Kinder“ den Orange Award 2012 gewonnen. Das Projekt bezweckt die rasche Integration neu zugezogener Kinder in die Schweizer Gesellschaft und setzt dabei ganz auf das Engagement von einheimischen jugendlichen Freiwilligen.
Orange Award
Sabine Umbricht, Geschäftsführerin RK-KV Aargau (links) und Marco Looser, Jugendrotkreuz Aargau (rechts) nehmen den Orange Award entgegen. Foto: Andreas Graber
UNICEF Schweiz und Orange Schweiz vergeben seit 2004 den mit 30‘000 Franken dotierten Orange Award. Es werden Projekte ausgezeichnet, welche den interkulturellen Dialog bei Kindern im Alter von 3 bis 12 Jahren fördern. Dieses Jahr geht der Preis an das Jugendrotkreuz Aargau für das Projekt „Mentoring für fremdsprachige Kinder“.

Mentoringprojekt

Das Jugendrotkreuz Aargau bietet seit 2009 das Projekt „Mentorig für fremdsprachige Kinder“ an. Die Idee dahinter ist einfach wie bestechend: Junge Freiwillige des Jugendrotkreuzes treffen in ihrer Freizeit fremdsprachige Kinder und bieten ihnen längerfristige und individuelle Unterstützung beim Erlernen der deutschen Sprache. Die regelmässigen Treffen der Mentorinnen und Mentoren, also den Freiwilligen des Jugendrotkreuz Aargaus und ihren Schützlingen, den Mentees, sollen sich aber nicht auf das Büffeln von Vokabeln beschränken.

Land und Sprache kennenlernen
„Ziel ist es, den Mentees nicht nur die Sprache, sondern auch die hiesige Kultur näherzubringen. Gemeinsame Aktivitäten wie Stadtrundgänge, Velotouren oder Besuche von lokalen Veranstaltungen lassen die Kinder erleben, welche Gewohnheiten und Traditionen unsere Gesellschaft prägen,“ erklärt Marco Looser, Projektverantwortlicher beim JRK Aargau. „Die begleiteten Ausflüge sollen bei den Mentees Ängste und Vorurteile abbauen und sie und ihre Familien darin bestärken, unserer Kultur aktiv und offen zu begegnen.“

Freiwilligenarbeit überzeugt
Die Jury des Orange Awards fand besonders den Aspekt der Freiwilligkeit lobenswert. Dass sich junge Menschen im Alter zwischen 15 und 30 Jahren unentgeltlich für Kinder mit Migrationshintergrund einsetzen, ist nicht selbstverständlich. Darüber ist sich auch Marco Looser im Klaren. „Das Engagement unserer Freiwilligen ist Gold wert. Das freiwillige Engagement drückt gegenüber den Kindern und Familien ehrliche Anteilnahme aus und schafft eine Vertrauensbasis, dank derer eine erfolgreiche Integration erst möglich wird.“
Projekt soll in anderen Regionen gefördert werden
Das Jugendrotkreuz Aargau will das gewonnene Geld dazu verwenden, das Angebot auf weitere Regionen und über die Kantonsgrenzen hinaus auszuweiten und zusätzlich vermittelte Mentorings zu finanzieren. Vor allem in den Regionen Frick/Rheinfelden sowie Zofingen/Oftringen käme das Projekt erst zögerlich zum Laufen, berichtet Marco Looser. „In diesen Räumen suchen wir noch Partnerorganisationen und Freiwillige, die sich mit uns gemeinsam stark machen für den interkulturellen Dialog.“
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