AKTUELL: 13.04.2007

Wassertropfen Pico verzaubert Kinder

Kinder vor Unfällen im und am Wasser bewahren: 64 Wasserbotschafterinnen und -botschafter bildete die SLRG im lezten Jahr aus. Sie besuchten in 70 Kindergärten 1300 Kinder.
Kinder mit Wassertropfen Pico
Egal ob Deutsch-, West- oder Südschweizer Kinder: Sie mögen Pico und sind offen für seine Botschaft. © SLRG
Im Rahmen des Präventionsprogrammes «Das Wasser und ich» besuchen ausgebildete freiwillige Rettungsschwimmerinnen und -schwimmer als Wasserbotschafter Kinder in Kindergärten. Ziel: ihnen korrektes Verhalten im und am Wasser beizubringen – und sie so vor Unfällen zu schützen. Pico, ein Wassertropfen, begleitet die Wasserbotschafterinnen und -botschafter. Er übermittelt den Kindern zehn Botschaften, die diese malend und klebend aufnehmen.

Auch im Tessin und in der Westschweiz

Die SLRG startete in der Deutschschweiz. Nach kurzer Zeit gelang es, ein Team im Tessin mit neun Wasserbotschafterinnen und -botschaftern zu formieren. Und auch in der Westschweiz fanden die ersten Besuche in Kindergärten statt.
Ertrinken ist in der Schweiz bei Unfällen von Kindern im Vorschulalter die zweithäufigste Todesursache. Die Vision der SLRG: Dereinst reagieren alle Kinder auf Gefahren im und am Wasser angemessen.
AKTUELL: 25.01.2007

Jahresbilanz 2006 der SLRG

45 Personen sind im Jahr 2006 in der Schweiz ertrunken. Das sind 11 Personen weniger als im Jahr 2005. Die Aufklärung über die Gefahren am Wasser muss früh beginnen. Deshalb lancierte die SLRG 2006 das PICO-Programm für Präventionsarbeit bei Kindern im Vorschulalter.
Kinder im Schwimmbad.
Wasser macht Spass – kann aber auch gefährlich sein: Das Projekt «Das Wasser und ich» der SLRG sensibilisiert Kinder im Vorschulalter auf mögliche Gefahren im kühlen Nass.
Wie die Schweizerische Lebensrettungs-Gesellschaft SLRG am Mittwoch bekannt gab, starben im Jahr 2006 in der Schweiz 45 Personen, davon 32 Männer, 7 Frauen und 6 Kinder. 21 Personen starben in Flüssen, 15 in Seen, 2 in Badeanstalten, 3 beim Tauchen und 4 in diversen kleineren Gewässern.

Am meisten Ertrinkungsfälle ereigneten sich in im Kanton Bern (11) gefolgt von den Kantonen Zürich (6), Basel Stadt, Fribourg, Graubünden, Thurgau (je 3), Schaffhausen, Solothurn, Tessin, Waadt, Wallis (je 2). In den Kantonen Aargau, Appenzell Ausserrhoden, Jura, Luzern, Neuchâtel und Schwyz starb je 1 Person. Aus den Kantonen Baselland, Genf, Glarus, St. Gallen und Uri sind der SLRG keine Ertrinkungsfälle gemeldet worden.

Auffallend viele Ertrinkungsfälle ereigneten sich dieses Jahr in den Flüssen. Im heissen Monat Juli suchten sehr viele Leute - leider auch nicht geübte Schwimmer - Abkühlung in den grossen, stark fliessenden Gewässern.

Die SLRG weist darauf hin, dass Schwimmen-Können der beste Schutz vor dem Ertrinken ist. Deshalb warnt sie immer wieder davor, aus Spargründen Hallen- und Schwimmbäder zu schliessen. Ebenso negativ wirkt sich die vielerorts eingeleitete Reduktion des Schulschwimmens auf das sichere Bewegen im Wasser aus. Je weniger die Kinder Gelegenheit haben, schwimmen zu lernen, desto stärker wird die Zahl der Nichtschwimmer und damit auch der Ertrinkungsfälle in Zukunft wieder ansteigen.

Um mit der Prävention ganz früh bei den Kleinsten und Gefährdetsten anzusetzen, besucht die SLRG seit Beginn des Jahres 2006 sie im Kindergarten. Zusammen mit dem sympathischen Wassertropfen PICO bringen SLRG-Wasserbotschafter den Kindern bei, wie sie sich sicher im und am Wasser verhalten. Dieses jüngste Projekt der SLRG stösst auf grosses Interesse und viel Lob seitens der Eltern und Kindergärtnerinnen. Informationen sind zu finden auf www.das-wasser-und-ich.ch.
AKTUELL: 04.09.2006

Schweizermeisterschaften der Rettungsschwimmer

Bei leicht regnerischem Wetter fanden am 26./27. August die 59. Schweizermeisterschaften der Schweizerischen Lebensrettungsgesellschaft SLRG in Neuchâtel (NE) statt.
Rettungsschwimmerinnen
Rund 700 Wettkämpferinnen und Wettkämpfer aus 134 Teams massen sich in den acht Disziplinen, die alle einer realen Rettungssituation entsprechen.
Die Resultate:
Herren:
- 1: Rang: Sektion Innerschwyz, 6652 Punkte
- 2: Rang: Sektion Baden-Brugg, 6324 Punkte
- 3. Rang: Sektion Bern, 6295 Punkte
Damen:
- 1: Rang: Sektion Innerschwyz, 6642 Punkte
- 2: Rang: Sektion Reiden, 6466 Punkte
- 3. Rang: Sektion Baden-Brugg, 6371 Punkte

Die Wettkämpfe der SLRG haben ihren Ursprung im Jahre 1947 im sogenannten Badener-Treffen. Die durch Dr. med. Rudolf Bucher – dem Gründer der Schweizerischen Rettungsflugwacht REGA – festgelegten Grundlagen haben noch heute Gültigkeit, wobei Material und Ablauf heutigen Erkenntnissen und internationalen Wettkampfnormen angepasst worden sind. Die Disziplinen entsprechen realen Rettungssituationen. Zentrales Element bildet die Rettungsleinen-Staffel, die die Rettung eines Ertrinkenden über eine längere Strecke simuliert. Weitere Disziplinen beinhalten den Einsatz von Hilfsmitteln wie der Rettungsfreitauch-Ausrüstung (Schnorchel, Flossen, Brille) und dem Rettungsbrett.

Einen immer wichtigeren Teil in der Arbeit der Schweizerischen Lebensrettungs-Gesellschaft SLRG nimmt die Nothilfe ein. Die SLRG bietet Nothilfe- und Herzmassagekurse an. Diesem Teil der Ausbildung wird im Wettkampfteil «Nothilfe», also Beurteilung mittels ABC-Schema und korrekte Beatmung während vier Minuten, Rechnung getragen.
AKTUELL: 19.06.2006

Monika Dusong erste oberste Samariterin

Die neue Zentralpräsidentin des Schweizerischen Samariterbundes (SSB) heisst Monika Dusong. Die Abgeordneten wählten die ehemalige Neuenburger Staatsrätin am Samstag in Davos zur Nachfolgerin von Hermann Fehr, Biel.
Monika Dusong
Monika Dusong verfügt über wertvolle Kontakte im Tätigkeitsgebiet der 1200 Samaritervereine.
Monika Dusong war die erste Frau in der Neuenburger Regierung. Nun ist sie auch die erste Frau an der Spitze des Schweizerischen Samariterbundes. Auch in der Samariterbewegung war die Zeit längst reif geworden für diesen Durchbruch; denn die Samariterinnen sind unter den 37'000 Aktivmitgliedern seit Jahrzehnten in der grossen Überzahl.

Die Neuenburgerin folgt im Amt auf den Bieler Hermann Fehr, der nach neun Jahren altershalber aus dem Zentralvorstand des SSB zurückgetreten ist.
AKTUELL: 12.04.2006

Bevölkerung schätzt Arbeit der Samariter

Mit über zwei Millionen Franken unterstützte die Schweizer Bevölkerung letzten Spätsommer die Samariterinnen und Samariter. Dieses Resultat ist ein Erfolg, denn die Sammlung fiel mitten in die Zeit der grossen Hochwasser.
Samariter: Birrer: Foto: Sandra D. Sutter
56’000 Personen absolvierten im vergangenen Jahr einen Nothilfekurs bei einem Samariterverein. Den Samariterkurs besuchten 2800 Schweizerinnen und Schweizer.
Foto: Sandra D. Sutter
Der Schweizerische Samariterbund hat soeben die Resultate der Samaritersammlung 2005 im Jahresbericht publiziert. Die Dachorganisation der Samaritervereine ist mit dem Sammlungsergebnis von 2,2 Millionen Franken sehr zufrieden und dankt der Schweizer Bevölkerung für die grosszügige Unterstützung.

Der befürchtete Einnahmenausfall traf nicht ein. Die traditionelle Samaritersammlung begann nämlich im August 2005, wenige Tage nachdem Wasser und Schutt in zahlreichen Schweizer Gemeinden grosse Verwüstungen angerichtet hatten. In den betroffenen Regionen konnten sich einige Samaritervereine nicht an der Sammlung beteiligen. Dafür wirkten manche Vereine in ihren Gemeinden bei der Bewältigung der Katastrophe und der Folgeschäden mit.

Schwerpunkt Bevölkerungskurse

Im vergangenen Jahr hat der Samariterbund die Erneuerung seiner Bevölkerungskurse vorangetrieben. Zurzeit werden die rund 3000 Kursleiter der Samaritervereine auf den neuen Samariterkurs vorbereitet. Dieser dient einerseits der Ausbildung der Samariterinnen und Samariter, andererseits ist er auch ein interessantes Kursangebot für Laien, die über die lebensrettenden Sofortmassnahmen hinaus Kenntnisse in erster Hilfe bei Unfällen und plötzlich auftretenden Krankheiten lernen möchten.

56’000 Personen absolvierten im vergangenen Jahr einen Nothilfekurs bei einem Samariterverein. Den Samariterkurs besuchten 2800 Schweizerinnen und Schweizer. Für eine vertiefte Ausbildung in der Technik der Herz-Lungen-Wiederbelebung interessierten sich 10'600 Personen. Bei Postendiensten leisteten Samariterinnen und Samariter im letzten Jahr 250'000 Einsatzstunden.
AKTUELL: 04.10.2005

Tragische Bilanz: 49 Personen sind bisher ertrunken

Gemäss der Statistik der SLRG haben in Schweizer Gewässern dieses Jahr bereits 49 Menschen den Ertrinkungstod erlitten. Das sind insgesamt fünf Personen mehr als zur gleichen Zeit im Vorjahr.
SLRG
Wasser kann gefährlich sein!
Es handelt sich um 31 Männer, 14 Frauen und vier Jugendliche oder Kinder unter 18 Jahren.

22 Personen ertranken in Seen, 19 in Flüssen, fünf in einem Schwimmbad, zwei beim Tauchen, eine in einem Biotop. Die höchste Ertrinkungszahl gab es dieses Jahr bis jetzt im Kanton Zürich (8) gefolgt von Bern (6), Thurgau und Tessin (je 4), Waadt, Neuenburg, Freiburg, Luzern und Aargau (je 3), Wallis, St. Gallen und Basel Stadt (je 2) sowie Uri, Schwyz, Solothurn, Jura, Graubünden und Genf (je 1).

Die SLRG warnt vor den Gefahren der freien Gewässer. Sie erinnert daran, dass Wasser gefährlich sein kann und dass die «sechs goldenen Schwimmregeln» und die «sechs goldenen Flussregeln» von Badenden und Sporttreibenden beachtet werden sollten.
AKTUELL: 06.10.2003

International Life Saving Federation of Europe: Generalversammlung in Nottwil

Die International Life Saving Federation of Europe (ILSE) trifft sich vom 11. bis 13. Oktober 2003 in Nottwil, am Sitz der SLRG-Geschäftsstelle im Seminarhotel Sempachersee zu ihrer ordentlichen Generalversammlung sowie zu mehreren Vorstandssitzungen.
Lebensrettung im Wasser
Das Ziel von ILSE ist es, Ertrinkungsfälle in Meeren, Flüssen, Seen, Schwimmbädern zu reduzieren.
Die Schweizerische Lebensrettungs-Gesellschaft SLRG ist Mitglied der ILSE. Die ILSE wiederum gehört der weltweiten Organisation International Life Saving Federation (ILS) an. Daniel Frei, Geschäftsführer SLRG, ist einer der 17 „Board Members“ der ILSE. Roger Fayet ist Mitglied der Ausbildungskommission der ILSE.

Hauptaufgabe der ILS und damit auch der ILSE ist die Erhöhung der Sicherheit und die Erhaltung des menschlichen Lebens im Umfeld des Wassers. Ihr Ziel ist es, Ertrinkungsfälle in Meeren, Flüssen, Seen, Schwimmbädern, etc. zu reduzieren.

Die Organisationen tun dies durch internationalen Austausch von Forschung, Schulung und Organisation der Lebensrettung im Umfeld des Wassers. Dazu gehört unter anderem auch die Bekanntmachung des Rettungsschwimmsports und die Organisation von internationalen Rettungsschwimmwettkämpfen und -Kongressen. Ebenso unterstützen sie Massnahmen gegen die Verschmutzung von Wasser, Stränden, etc.

Vom 11. bis 13. Oktober 2003, durchlaufen die 17 Board-Mitglieder in Nottwil einen Sitzungsmarathon von über 12 Stunden, über zwei Tage verteilt. Dazu gehören 6,5 Stunden Generalversammlung, an der ca. 60 Personen teilnehmen werden. Die Sitzungen werden umrahmt mit dem Vortrag von Alt-Korpskommandant und IKRK-Mitglied Jean Abt und mit einer Fach- und Industrie-Ausstellung.

Gleichzeitig wie die Versammlungen läuft ein ebenfalls dreitägiges Rahmenprogramm für die Begleiterinnen und Begleiter der ILSE-Mitglieder. Am Freitag fahren die „Touristen“ von Nottwil nach Luzern und Hergiswil, wo sie Stadt und Glaserei besichtigen. Am Samstagabend findet im Seminarhotel Sempachersee ein Galaabend statt, an dem die ILSE-Mitglieder und ihre Begleiterinnen und Begleiter gemeinsam ein Nachtessen und Unterhaltung geniessen. Und am Sonntag werden sie per Schiff, Zug und Zahnradbahn auf den Pilatus reisen, wo ihnen bei eindrücklicher Sicht auf die Schweizer Bergwelt und den Vierwaldstättersee ein Schweizer Mittagessen serviert wird.

Prisca Wolfensberger
AKTUELL: 25.05.2003

SLRG: J+S-Trainingshandbuch

Ein Sportunterricht sollte nicht nur ein Sportunterricht sein, sondern Qualität: geplant, vorbereitet, durchgeführt und ausgewertet durch engagierte Leiterinnen und Leiter.
Rettungsschwimmen
Rettungsschwimmen
Deshalb haben das Bundesamt für Sport Magglingen BASPO und die Schweizerische Lebensrettungs-Gesellschaft SLRG zusammen ein Trainingshandbuch kreiert.

Das Trainingshandbuch beinhaltet:

• Trainingsorganistation/Zielsetzung
• Ausbildungsprogramm der SLRG
• Jahresplanung
• Saisonplanung
• Planung eines Trainings / einer Lektion
• Anwesenheitskontrolle

Die Planungsunterlage in deutscher, französischer und italienischer Sprache steht als Papierdokument zur Verfügung oder kann als Datei vom Internet heruntergeladen werden.

Postanschrift:
BASPO, Hauptstrasse 243-245
2532 Magglingen
Tel: 032 327
61 11, Fax: 032 327 64 04
AKTUELL: 01.01.2003

Lebensretter: Gemeinsam für mehr Sicherheit

Ein hohes Niveau der Wasserrettung ist Ziel der Lebenseretter – auch der Schweizerischen Lebensrettungsgesellschaft. Die SLRG ist eine kleine Rettungsschwimmorganisation – verglichen mit den Grossen von Deutschland, Grossbritannien oder sogar Australien. Trotzdem hat sie international einiges zu bieten. Im Oktober war sie Gastgeberin von Vorstand und Generalversammlung der ILSE (International Life Saving Federation of Europe) im Seminarhotel Nottwil.
Die ILSE strebt an, durch gegenseitigen Austausch und Förderung und durch die Entwicklung gemeinsamer Standards die Sicherheit im und am Wasser zu verbessern. In der ehemaligen Sowjetunion zum Beispiel zählt man noch 25 mal mehr Ertrinkungsfälle (im Verhältnis zur Bevölkerungsanzahl) als in Grossbritannien. Die Verbesserung der Wasserrettung funktioniert zu Beginn über ein 5-jähriges „Entwicklungshilfe-Programm“. Kroatien durchlief dieses seit 1998. Dabei wurden mehr als 100 kroatische Lebensretter durch Instruktoren aus Deutschland in Rettungstechniken und in Erster Hilfe ausgebildet. Jetzt, nach Abschluss des Programms, wird die Weiterbildung in Kroatien selbstständig laufen. Die 100 Ausgebildeten sind nun zum Teil Instruktoren und bilden ihrerseits Lebensretter aus.

Ein aktuelles ILSE-Projekt ist die standardisierte Beflaggung von Stränden. Ziel ist es, zuerst europaweit und später auch weltweit die gleichen Zeichen zu verwenden für „Lifeguarded Beaches“, also Strände, die zum Baden geeignet und durch Rettungsschwimmer bewacht sind.

Zur Verbesserung der Wassersicherheit in Europa tragen die europäischen Wettkämpfe bei. Die ILSE hat sich zum Ziel gesetzt, dass 75% aller Mitgliedsländer an diesen Wettkämpfen teilnehmen. Die Schweizer Nationalmannschaft erreichte 2003 Topresultate. In Tylösand/Halmstad/Schweden erreichte sie eine Reihe von Schweizer Bestleistungen, und an den „Master Championships“ in Viareggio/Italien holte das Team nicht weniger als 41 Medaillen sowie den Gesamtsieg. In der Kategorie „Junioren“ erreichten die Schweizer Bronze in der Disziplin „Beach Relay“.

Die Treffen der obersten ILSE-Organe waren durch die SLRG unter der Leitung von SLRG-Präsident Pierre Leiggener organisiert, einschliesslich der gesamten Logistik, Fondue-Essen und Ausflug auf den Pilatus. Daniel Frei, SLRG-Zentralsekretär, vertritt seit zwei Jahren die Schweiz im Vorstand der ILSE, und Roger Fayet vertritt die SLRG in der Ausbildungskommission.

Prisca Wolfensberger
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