AKTUELL: 22.08.2006

SWISSCOR Camp 06: Medizinische Fachkompetenz des Rotkreuzdienstes gefragt

In der medizinischen Betreuung der Gäste ist die kompetente und engagierte Mitarbeit von rund 14 Angehörigen des Rotkreuzdienstes (AdRKD) nicht wegzudenken.
Swisscor-Lager 06
Vom 7. – 23. August fand bereits zum siebten Mal das SWISSCOR Kinderlager statt, diesmal auf dem Glaubenberg im Kanton Obwalden und wieder unter der Verantwortung des VBS, resp. der Armee.
Die rund 86 kleinen, 9- bis 13-jährigen Gäste und ihre 15 erwachsenen Begleiter stammen aus Mazedonien, Albanien, Montenegro, Kosovo, Serbien und Bosnien-Herzegowina. Sie sind von Spuren des Krieges, durch Armut oder durch Verlust der Eltern gezeichnet und fast alle benötigen medizinische Betreuung.

Neben dem vielseitigen Freizeit- und Erholungsprogramm, ist es ein wichtiges Ziel des Lagers, den medizinischen Zustand der Kinder zu verbessern. Das organisierende und durchführende Spitalbataillon 5, in das die RKD-Frauen integriert sind, verfügt über ein gute Infrastruktur, gute medizinische Fachkompetenzen und andere wichtige Ressourcen, die für einen solchen „Echteinsatz“ unabdingbar sind.

Durch die Frauen des RKD wurde mancher WK-Soldat ermutigt, sich ein persönliches Engagement für behinderte und kranke Kinder persönlich zuzutrauen. Unter ihrer fachkundigen Anleitung kann er einfache pflegerische Vorrichtungen ausüben, ohne Angst zu haben, etwas falsch zu machen. Mancher Soldat sucht in seinen Betreuungsaufgaben den Rat der medizinisch geschulten Fachfrau. Öfters ist er er auch froh um den Tipp einer erfahrenen Mutter, wie sie sich als Familienfrau in einer bestimmten Situation verhalten würde.

Ein Soldat, der selbst mazedonischer Abstammung und als Sprachspezialist für die Kommunikation mit den mazedonischen Gästen zuständig ist, erzählt, dass gerade sein Vater in seinem Heimatdorf im Mazedonien zu Besuch sei. Dort sei das SWISSCOR Camp 06 das Tagesgespräch, da auch Kinder aus dieser Umgebung teilnehmen. Der Vater konnte seinen Verwandten und Bekannten berichten, dass es den Kindern in der Schweiz sehr gut gehe und sie durch professionelle Fachkräfte betreut werden.

Mit ihrem grossen Engagement leisten die Frauen vom Rotkreuzdienst unverzichtbare Einsätze zugunsten des Sanitätsdienstes der Armee und zugunsten unserer Gesellschaft.
Das medizinische Fachpersonal in den Spitälern und Heimen der Schweiz wird je länger je mehr gefordert, interkulturelle Kompetenzen in der medizinischen Betreuung aufzuweisen. Die SWISSCOR Camps bieten für alle beteiligten Fachpersonen, sei es im RKD oder im San Dienst der Armee, geradezu ideale Voraussetzungen, sich im Rahmen dieser Einsätze in diesem Gebiet praktisch weiter zu bilden.
AKTUELL: 31.01.2006

Neue Chefin des Rotkreuzdienstes

Oberst RKD Brigitte Rindlisbacher ist neue Chefin des Rotkreuzdienstes.
Brigitte Rindlisbacher
Frau Rindlisbacher löst als Chefin des Rotkreuzdienstes und Leiterin der beim SRK angesiedelten Dienststelle RKD die altershalber zurück getretene Oberst RKD Beatrice Magnin ab.
Der Rotkreuzdienst umfasst Frauen mit qualifizierter medizinischer Ausbildung, die in der von Henry Dunant begründeten Rotkreuz-Tradition freiwillig Militärdienst zur Unterstützung des Sanitätsdienstes der Armee leisten. Sie kommen bei normalen Dienstleistungen zum Einsatz, im Rahmen des Koordinierten Sanitätsdienstes aber auch in ausserordentlichen Lagen, wie sie beispielsweise im Falle einer gravierenden Epidemie oder einer Grosskatastrophe eintreten könnten.

Die Wahl erfolgte durch den Direktor des Schweizerischen Roten Kreuzes im Einvernehmen mit dem Oberfeldarzt der Armee auf den 1.1.2006 unter gleichzeitiger Beförderung zum Oberst RKD. Frau Rindlisbacher löst als Chefin des Rotkreuzdienstes und Leiterin der beim SRK angesiedelten Dienststelle RKD die altershalber zurück getretene Oberst RKD Beatrice Magnin ab, nachdem sie seit 2004 als deren Stellvertreterin gewirkt hatte. Frau Magnin hatte den RKD während 15 Jahren geleitet. Sie leistete während dieser Zeit einen massgeblichen Beitrag zum heutigen Entwicklungsstand des Dienstes und zu dessen Vernetzung innerhalb SRK und VBS bzw. Armee.

Frau Rindlisbacher war beruflich zuvor im Schweizerischen Roten Kreuz in der Abteilung Kommunikation tätig. Vorher wirkte sie als Laborantin im Inselspital, als Fachbeamtin in der Untergruppe Friedensförderung und Sicherheitskooperation und in der Untergruppe Sanität des VBS. Ausserdem war sie in der Privatwirtschaft tätig. Neben ihren Dienstleistungen im Rahmen des RKD seit 1978 war Frau Rindlisbacher für die UNO vier Monate in der ersten Swiss Medical Unit in Namibia und sechs Monate als Militärbeobachterin der UNMOP in Kroatien im Einsatz.
AKTUELL: 10.11.2005

Als Rotkreuz-Angehörige in Dachau

Beim Jahres-Rapport des Rotkreuzdienstes (RKD) liess Marga Dürst-Vogelsang ein Stück eindrückliche Zeitgeschichte aufleben.
Hlfe vor 60 Jahren
60 Jahre ist es her, doch vergessen ist es nicht: Der Rotkreuzdienst (RKD) betreute Insassinnen und Insassen des KZ Dachau.
Die Schilderungen ihrer Erlebnisse als Rotkreuz-Angehörige in Dachau bewegten die Zuhörerinnen und Zuhörer. Marga Dürst-Vogelsang berichtete über die Hilfe für Häftlinge vor 60 Jahren. Mit ihrer ungezwungenen Art gewann sie die Sympathie des Publikums.

Marga Dürst-Vogelsang war während der Kriegszeit Sekretärin des Rotkreuz-Chefarztes Hugo Remund sowie Rotkreuz-Fahrerin. Später arbeitete sie als Anästhesie- und Operationsschwester im Kinderspital und im Universitätsspital Zürich.

Ihren eindrücklichen Bericht finden Sie in der Bildpräsentation (unter «Material»).
AKTUELL: 15.07.2005

Armeelager für Behinderte in Fiesch (VS)

Vom 11. - 21. Juni 05 fand in Fiesch das AlB statt, in welchem Angehörige des RKD eine umfassende Pflege sicherstellten.
Rollstühle
Lesen Sie einen Bericht von Herrn Daniel Messerli, welcher im diesjährigen AlB Feriengast war.
"Nach anfänglicher Angst und Skepsis habe ich mich für das Armeelager angemeldet. Viele meiner Kollegen hatten Vorurteile gegenüber dem Militär! Doch bald einmal verlor ich diese Gefühle. Neben der tip-topen Pflege kamen auch immer wieder Laienpfleger (Soldaten) zum Zuge. Die Laienpfleger erlebte ich als etwas Besonderes. Es waren zum Teil Soldaten, die noch nie jemanden gepflegt haben. Dazu kam das Hindernis der Sprachverständigung. Ich spreche deutsch und englisch und nur wenig französisch. Aufgrund meiner Krankheit rede ich nicht immer so deutlich. Doch die welschen Soldaten zeigten sich offen und spontan und mit viel Humor und mit Händen und Füssen wurde auch dieses Hindernis überwunden. Auch dort, wo es überhaupt nicht rollstuhlgänging war, war es kein Hindernis: hier kam die Manneskraft zum Zuge.

Dieses „Learning by doing“ erlebte ich als positiv. Die Pflege wurde von Tag zu Tag besser! An Anfang dachte ich, die Schweizer Armee braucht nur viel Geld, aber macht nichts nützliches, aber jetzt wurde ich eines bessren belehrt: Dieses Lager ist ein sehr sinnvoller Einsatz. Sehr konnte ich auch die Ausflüge geniessen. Ich hoffe, dass die Soldaten aus de Erfahrung etwas für ihr Leben mitnehmen können, wenn sie wieder einmal mit behinderten Mitmenschen zu tun haben. Ich möchte den professionellen Pflegern, den Laienpflegern und allen, die für unsere tollen Ferien geschaut haben herzlich für ihren grossartigen Einsatz danken."
AKTUELL: 26.10.2004

Rotkreuzdienst sucht den Superstar

Casting für Werbevideofilm
Casting für Video
Erste Erfahrungen im Studio: RKD-Einsatz einmal anders
Der Rotkreuzdienst (RKD) hat die einmalige Offerte erhalten, auf das Budget des Departementes für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) ein neues Werbevideo herzustellen. Unter der fachkundigen Leitung eines Filmteams fand am 22. Oktober 2004 das Casting statt. Die Darstellerinnen stammen alle aus dem Rotkreuzdienst.

Der Rotkreuzdienst unterstützt den Armeesanitätsdienst in der Erfüllung seines Auftrages zu Gunsten der Patienten in Kriegs- und Katastrophenfällen.

Der Film wird erstellt, um die Tätigkeiten des RKD angehendem, medizinischem Fachpersonal und an Schulen des Gesundheitswesens vorzustellen. Interessenten können den Film im DVD-Format, welcher voraussichtlich im Frühling 2005 erscheinen wird, bereits jetzt vorbestellen bei:

Geschäftsstelle Rotkreuzdienst
Werkstrasse 18
3084 Wabern
031 324 27 06
AKTUELL: 25.09.2003

Jubiläum: 100 Jahre Rotkreuzdienst RKD

Der Rotkreuzdienst feiert am 6. Oktober 2003 im Nationalratssaal des Bundeshauses seinen 100-jährigen Geburtstag.
Bundeshaus
Im Nationalratssaal des Bundeshauses wurde 1903 der Grundstein für den Rotkreuzdienst gelegt.
Am 6. Oktober 1903, im damals neu erbauten Bundeshaus, wurde durch das Bundesparlament der Grundstein für den Rotkreuzdienst gelegt. Das Schweizerische Rote Kreuz wurde verpflichtet, für Notlagen, Kriegs- und Krisensituationen dem Armeesanitätsdienst ausgebildetes Fachpersonal für die Pflege und Behandlung von Erkrankten und Verletzten zur Verfügung zu stellen. Unzählige Frauen haben seither Einsätze zugunsten von erkrankten Soldaten, Flüchtlingen, Behinderten und alten Menschen geleistet; sie waren in Namibia, in der Westsahara oder im Kosovo engagiert.
Dort, wo alles begonnen hat, im Nationalratssaal des Bundeshauses, feiert der Rotkreuzdienst am 6. Oktober 2003 seinen 100-jährigen Geburtstag.

„100 Jahre Rotkreuzdienst in der Schweizer Armee – Frauen setzen Henry Dunants Idee um“ lautet der Titel des Jubiläumsbuchs, das zum 6. Oktober veröffentlicht wird. Diese Dokumentation von Heidi Keller zeichnet die Geschichte des Rotkreuzdienstes innerhalb der Schweizerischen Armee nach. Sie stellt die Organisation und ihre Menschen im 100. Jahr ihres Bestehens erstmals einem breiten Teil unserer Bevölkerung vor. Das Reportage-Buch ist packend geschrieben und reich bebildert. Für die mehr als 1000 ehemaligen und gegenwärtig Dienst leistenden RKD-Angehörigen ist es ein Werk der Erinnerung und Verbundenheit mit der Rotkreuzarbeit heute und in Zukunft.

Der Rotkreuzdienst ist Teil unserer Armee. Seine Angehörigen sind eingeteilt in Einheiten, Truppenkörper und Stäbe. Sie werden von der Armee ausgebildet, ausgerüstet, eingesetzt und besoldet. Mit wenigen Ausnahmen haben sie die gleichen Pflichten und Rechte wie die männlichen Angehörigen des Armeesanitätsdienstes. Namentlich geniessen sie den Schutz der Genfer Abkommen.

Es gehört zu den primären Aufgaben des RKD, menschliches Leben zu schützen und zu erhalten, zu fördern und wieder herzustellen. Auch im Rahmen der Armee XXI kann auf die Leistungen des Rotkreuzdienstes im Falle eines bewaffneten Konfliktes sowie bei Natur- und Zivilisationskatastrophen in der Schweiz nicht verzichtet werden. So verkörpern die Angehörigen des RKD seit nunmehr 100 Jahren auf eindrückliche Weise den Rotkreuzgedanken in unserem Land.

Das Buch erscheint:
Verlag Huber Frauenfeld
Postfach
8501 Frauenfeld
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