Nach den schweren Überschwemmungen vom Sommer 2010 leistet das SRK in Pakistan Wiederaufbauhilfe. In je einer Provinz im Norden und im Süden des Landes baut es zusammen mit der lokalen Bevölkerung rund 2000 Häuser wieder auf.
Sie gehören zu den Familien, die vom Roten Kreuz ein neues Haus bekommen.
© SRK, Annette Vondeling
In Charsadda in der nördlichen Provinz KPK und in Dadu in der Südprovinz Sindh können je 1000 Familien mit Hilfe des SRK neue Häuser errichten. Die künftigen Bewohner bauen ihre Häuser selber wieder auf. Sie erhalten dafür vom SRK einen Barbetrag, der je nach Baufortschritt in Tranchen ausbezahlt wird. Unterstützt werden sie von Baufachleuten des Roten Kreuzes. Denn die neuen Häuser sollen viel stabiler sein als die alten, die bei den schweren Überflutungen im Juli und August 2010 wie Bauklötze einstürzten.
„Ein Problem war, dass früher getrockneter Schlamm als Mörtel verwendet wurde, der sich im stehende Wasser der Überschwemmungen rasch auflöste“, berichtet die Pakistan-Verantwortlich Annette Vondeling. Beim Wiederaufbau wird nun Zement-Mörtel verwendet. Zudem werden die Häuser mit Stahlbeton-Trägern verstärkt.
In Charsadda unterstützt das SRK die Bewohner eines städtisches Gebietes, in Dadu drei abgelegene Dörfer, die komplett zerstört wurden. Die Bewohner kehrten erst kürzlich aus riesigen Zeltcamps in ihre Gemeinden zurück. „Sie sind sehr dankbar für unsere Hilfe, denn sie haben buchstäblich alles verloren“, berichtet die SRK-Verantwortliche.
Der Wiederaufbau des SRK wird von der Glückskette mitfinanziert und soll drei bis vier Jahre dauern. Zusätzlich zu den 2010 eingegangenen Spenden werden dafür auch für Pakistan bestimmte Mittel eingesetzt, die nicht für die Erdbebenkatastrophe von 2005 verwendet werden konnten.

Pakistan: Noch viel Not ein halbes Jahr nach den Fluten
Die schweren Fluten vom Sommer 2010 hinterliessen in Pakistan langfristige Zerstörungen. Das Rote Kreuz setzt seine Hilfe fort und unterstützt die in ihre Dörfer zurückkehrenden Familien beim Aufbau einer neuen Existenz.
Dank dem Saatgut des Roten Kreuzes können diese Bauern in Sindh ihre Felder wieder bestellen. © IFRC
Im letzten Juli und August wälzten sich riesige Wassermassen entlang des Indus-Flusses, der Pakistan von Norden nach Süden durchquert, und überfluteten Felder, Dörfer und Städte. In der südlichen Sindh-Provinz stehen auch ein halbes Jahr später noch grössere Gebiete unter Wasser. Im ganzen Land sind vier Millionen Menschen weiterhin obdachlos.
„Die verfaulten schwarzen Überreste der Häuser vermitteln den Eindruck eines Dorfbrandes“, sagt die SRK-Krankenschwester Irene Ernst nach ihrem Besuch der zerstörten Dörfer im Bezirk Dadu im Süden des Landes. „Das stagnierende Wasser und die schlechte Ernährung bedrohen die Gesundheit der Menschen, der Aufbau mobiler Gesundheitsdienste ist dringend.“
Das Schweizerische Rote Kreuz (SRK) hat sowohl im Distrikt Charsadda im Norden wie in der Provinz Sindh im Süden mehrere Tausend Familien mit Zelten, Trinkwasser und Nahrungsmitteln versorgt. Die meisten von ihnen sind nun in ihre Dörfer zurückgekehrt. Dort hilft das SRK 3000 Kleinbauernfamilien beim Neuaufbau ihrer zerstörten Existenz. Dazu gehören die Räumung der verschlammten Felder, die Verteilung von Saatgut und Kleintieren sowie die Reparatur und der Neubau der Wohnhäuser. Längerfristig sollen in Zusammenarbeit mit dem Pakistanischen Roten Halbmond auch die Gesundheitsdienste aufgebaut werden. Bei seinem Engagement in Pakistan wird das SRK finanziell von der Glückskette unterstützt.
Die SRK-Hilfe ist Teil des umfangreichen Programmes der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften. Diese setzt in Zusammenarbeit mit dem lokalen Roten Halbmond die Nothilfe für zwei Millionen Obdachlose fort und wird in den nächsten zwei Jahren 130‘000 Familien den Wiederaufbau ihrer Wohnstätte und Existenzgrundlage ermöglichen.
Spenden für Pakistan nimmt das SRK dankend entgegen:
- Sicher und schnell: Online
- Postkonto SRK 30-4200-3 Vermerk: Pakistan
(IBAN CH43 0900 0000 3000 4200 3)

Der Norden Pakistans vor dem Wintereinbruch
Die Fluten vom letzten Sommer haben sich in den meisten Regionen zurückgebildet. Im Norden Pakistans bereitet man sich auf den Winter vor. In Charsadda verteilt das Schweizerische Rote Kreuz (SRK) neben Zelten auch Decken und Öfen.
Das SRK verteilt in Nord-Pakistan winterfeste Zelte.
© SRK, Olivier Matthys
Über eine Million Menschen leben noch im ganzen Land verteilt in Zelt-Camps. Weitere Millionen obdachlos gewordener Landarbeiter und Kleinbauern leben bei Verwandten oder sind in ihre vielfach zerstörten Dörfer zurückgekehrt. In der nördlichen Provinz Khyber Pakhtunkhwa (KPK) müssen sich die Menschen zusätzlich auf den harten Winter gefasst machen. Je nach Höhenlage sind ab November Schneefälle zu erwarten und die die Temperaturen fallen in der Nacht auf 0 Grad oder darunter. In dem von der Flutkatastrophe stark betroffenen Bezirk Charsadda hat das SRK mit dem lokalen Roten Halbmond ein Winterlager für 150 besonders bedürftige obdachlose Familien eingerichtet. Dazu gehören Zelte, Decken, Öfen und Trinkwasser sowie die regelmässige Verteilung von Nahrungsrationen.
Insgesamt leistet das SRK seit August Überlebenshilfe im Umfang von 2.5 Mio Franken an die von den Überschwemmungen betroffene Bevölkerung in den Provinzen PKP, Pundjab und Sindh. An der Finanzierung ist auch die Glückskette beteiligt. Rund 30‘000 Familien erhalten Nahrungsrationen mit Reis, Linsen, Mehl, Speiseöl, Zucker, Salz und Tee. Ausserdem wurden 700 Zelte mit Decken, Haushaltsortimente und hygienische Artikel verteilt.
Spenden für die Überlebenshilfe an die Flutopfer nimmt das SRK dankend entgegen auf seinem Postkonto 30-4200-3, IBAN: CH43 0900 0000 3000 4200 3, Vermerk "Pakistan".

Weiterhin grosse Not in Pakistan
Ein Monat nach Beginn der Überschwemmungen in Pakistan ist die Schadenbilanz verheerend. 18 Millionen Menschen und damit über 10 Prozent der Bevölkerung sind direkt betroffen. Die Versorgung mit Trinkwasser, Obdach und Nahrungsmitteln bleibt vordringlich.
Das Rote Kreuz versorgt Hunderttausende Menschen mit Trinkwasser.
© REUTERS/Damir Sagolj, courtesy www.alertnet.org
Im Mündungsgebiet des Indus in der südlichen Provinz Sindh sind weiterhin Städte überflutet und Zehntausende von Einwohnern evakuiert. Gleichzeitig wird in den zentralen und nördlichen Gebieten, wo sich die Fluten zurückgebildet haben, das volle Ausmass der Schäden sichtbar. Die Ernte ist weitgehend vernichtet und über eine Million Häuser sind zerstört. Hunderttausende bleiben obdachlos und leben in Camps oder in notdürftig eingerichteten Unterkünften am Strassenrand.
Die Internationale Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften geht davon aus, dass für die nächsten 18 Monate über ein Million Menschen mit Unterkunft, Trinkwasser und Nahrungsmitteln von den Freiwilligen des Pakistanischen Roten Halbmondes versorgt werden. Infolge der schlechten hygienischen Bedingungen nehmen Durchfallerkrankungen vor allem bei Kindern drastisch zu. Insgesamt wirken über 30 mobile sowie stationäre Gesundheitsteams des Roten Halbmondes.
Das Schweizerische Rote Kreuz (SRK) verteilt in verschiedenen Regionen des Landes Nahrungsrationen an 21‘000 Familien sowie 1‘000 Zelte und weitere Hilfsgüter an Obdachlose. Das SRK-Team vor Ort wird in den nächsten Wochen personell weiter verstärkt.
Spenden für die Überlebenshilfe an die Flutopfer nimmt das SRK dankend entgegen auf seinem Postkonto 30-4200-3, IBAN: CH43 0900 0000 3000 4200 3, Vermerk "Pakistan".

Pakistan: SRK verteilt Lebensmittel für 150‘000 Menschen
Das SRK erhöht die Nothilfe für Pakistan auf 1.8 Millionen Franken. Schwerpunkt bildet die Verteilung von Nahrungsmitteln für 150‘000 Menschen. In Zusammenarbeit mit der Deza werden zudem Zelte für 5000 Personen verteilt.
Hilfsgüter-Verteilung des Roten Kreuzes im Swat-Tal.
Foto: Olav A. Saltbones/International Federation of Red Cross and Red Crescent
Ein Grossteil der Ernte und der Lebensmittelvorräte wurden bei den schweren Überschwemmungen in Pakistan zerstört. Die Versorgung mit Nahrung ist prekär. Um das Überleben von 21‘000 Familien in den kommenden Wochen zu sichern, verteilt das SRK Lebensmittelpakete. Sie enthalten Grundnahrungsmittel wie Reis, Mehl, Linsen, Oel und Salz die ausreichen, um je sieben Personen einen Monat lang zu ernähren. Die Verteilung erfolgt durch Mitarbeitende das Pakistanischen Roten Halbmondes.
„Vor allem die Ärmsten sind in grosser Not und für jede Unterstützung dankbar“, berichtet der SRK-Delegierte Thomas Büeler, der bei der Verteilung in einem kleinen Dorf nahe Peshawar dabei war. „Die wenigen Esswaren, die auf dem lokalen Markt noch erhältlich sind, sind für viele Familien unerschwinglich. In den kommenden Woche wird sich die Situation zweifellos verschärfen.“
Im Bereich Notunterkunft werden 1000 Zelte sowie Schlaf-, Haushalts- und Hygiene-Utensilien zugunsten von 5000 Personen beschafft. Der Einkauf erfolgt gemeinsam mit der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (Deza). Auch diese Verteilung wird vom Pakistanischen Roten Halbmond abgewickelt.
Für die Nothilfe in Pakistan stellt das SRK 1,8 Millionen Franken bereit. Zwei Delegierte sind vor Ort und koordinieren die Hilfe.
Das SRK dankt allen Spenderinnen und Spendern herzlich und darf auf die grosszügige Unterstützung von Credit Suisse, Infrassure Ltd., Novartis, Swiss Re sowie der Kantone Basel-Landschaft, Basel-Stadt, Genf, Luzern und Thurgau zählen.
Spenden für die Überlebenshilfe an die Flutopfer nimmt das SRK dankend entgegen auf seinem Postkonto 30-4200-3, IBAN: CH43 0900 0000 3000 4200 3, Vermerk "Pakistan".

SRK erhöht Nothilfe in Pakistan auf 1 Million Franken
Angesichts der dramatischen Lage der von den Fluten bedrohten Bevölkerung weitet das Schweizerische Rote Kreuz (SRK) seine Nothilfe auf 1 Million Franken aus. Ein Logistiker und eine Krankenschwester befinden sich seit Anfang Woche im Katastrophengebiet.
Grosse Not: Ein Mann versucht sich und seinen Esel vor den Fluten zu retten.
Foto: REUTERS/Adrees Latif courtesy www.alertnet.org
Die Lage für die Menschen in den Überschwemmungsgebieten ist absolut dramatisch. Inzwischen sind 70 % der Landesfläche Pakistans überflutet, was der Ausdehnung von Grossbritannien entspricht. Mindestens sechs Millionen Menschen sind auf dringende Überlebenshilfe angewiesen. Die Internationale Rotkreuzbewegung weitet ihr Hilfsprogramm auf über zwei Millionen Menschen aus. Das SRK wird sich auch in den kommenden Wochen und Monaten an dieser Hilfe beteiligen.
Die ersten vom SRK gelieferten Hilfsgüter sind aus dem SRK-Warenlager in Indien im Flutgebiet eingetroffen. Die 220 Zelte sowie Decken, Küchensortimente und hygienischen Artikel für 550 Familien werden von Freiwilligen des Pakistanischen Roten Halbmondes an die Not leidende Bevölkerung abgegeben. Der Logistiker und die Krankenschwester des SRK organisieren die weitere Verteilung von Nahrungsrationen und medizinische Hilfe. Ausserdem sind in der indischen Region Ladakh zwei lokale SRK-Mitarbeiter mit der Verteilung von Decken und Arbeitsgeräten für die Bauernfamilien beauftragt, die nach schweren Regenfällen alles verloren haben.
Spenden für die Überlebenshilfe an die Flutopfer nimmt das SRK dankend entgegen auf seinem Postkonto 30-4200-3, IBAN: CH43 0900 0000 3000 4200 3, Vermerk "Pakistan/Ladakh".

SRK weitet Hilfe auf indische Region Ladakh aus
Zusätzlich zur Nothilfe an die Flutopfer in Pakistan verteilt das SRK Hilfsgüter an Obdachlose in der indischen Himalaya-Region Ladakh. Insgesamt engagiert sich das SRK in den Flutgebieten mit 400‘000 Franken.
Millionen von Menschen in den Flutgebieten sind auf Überlebenshilfe angewiesen.
Foto: International Federation of Red Cross and Red Crescent Societies
Nach heftigen Regenfällen zerstörten Schlammlawinen Hunderte von Häusern in der Stadt Leh und den umliegenden Dörfern in der Region Ladakh, die zum indischen Bundesstaat Jammu und Kaschmir gehört. Das SRK verschickt ab seinem Lager in Indien Decken, Küchensortimente und hygienische Artikel für 550 obdachlose Familien. Ein SRK-Mitarbeiter begleitet die Verteilung vor Ort. Diese Hilfe im Umfang von 100‘000 Franken erfolgt zusätzlich zu den in Pakistan verteilten 220 Zelten und weiteren Hilfsgütern im Wert von 300‘000 Franken.
Am Sonntag 15. August begeben sich eine Gesundheitsspezialistin und ein Logistiker des SRK mit einem Team der Deza nach Pakistan.
Die Lage für die Menschen in den Überschwemmungsgebieten ist absolut dramatisch. Inzwischen sind 70 % der Landesfläche Pakistans überflutet, was der Ausdehnung von Grossbritannien entspricht. Mindestens sechs Millionen Menschen sind auf dringende Überlebenshilfe angewiesen. Die Internationale Rotkreuzbewegung weitet ihr Hilfsprogramm auf 300‘000 Familien und somit 2.1 Millionen Menschen aus. Das SRK wird sich auch in den kommenden Wochen und Monaten an dieser Hilfe beteiligen.
Spenden für die Überlebenshilfe an die Flutopfer nimmt das SRK dankend entgegen auf seinem Postkonto 30-4200-3, IBAN: CH43 0900 0000 3000 4200 3, Vermerk "Pakistan/Ladakh".

Nothilfe für Flutopfer in Pakistan
Im Norden Pakistans wurden durch die intensiven Monsunregen ganze Dörfer zerstört. Das SRK setzt 300‘000 Franken ein für die Verteilung von Hilfsgütern.
In Pakistan sind Hunderttausende auf der Flucht vor den Überschwemmungen.
Foto: REUTERS/Adrees Latif courtesy www.alertnet.org
In Pakistan sind schätzungsweise 15 Million Menschen von den schweren Überschwemmungen betroffen. Die Menschen flüchten aus den überfluteten Dörfern und Städten. Hunderte von Freiwilligen des Pakistanischen Roten Halbmondes stehen an vorderster Front bei der Evakuierung der von den Wassermassen Eingeschlossenen und der Verteilung von Nahrungspaketen, Decken und Zelten an die Obdachlosen.
Das SRK liefert 250 Zelte für Obdachlose sowie zusätzliche Hilfsgüter-Pakete für 550 Familien. Diese enthalten Hygieneartikel, Hygieneartikel, Küchensortimente, Decken, ein Moskitonetz und Schulmaterial für die Kinder. Freiwillige des lokalen Halbmondes verteilen die so genannten Familienpakete an die Obdachlosen. Das Internationale Rote Kreuz koordiniert die Hilfe vor Ort.
Spenden für die Überlebenshilfe an die Flutopfer in Pakistan nimmt das SRK dankend entgegen auf seinem Postkonto 30-4200-3, IBAN: CH43 0900 0000 3000 4200 3, Vermerk "Pakistan".