AKTUELL: 25.02.2010

Das Rotkreuz-Spital im Fussballstadion

Auf dem Fussballfeld der vom Erdbeben zerstörten haitianischen Slum-Siedlung Carrefour betreibt das Rote Kreuz ein Feldspital. Auch das 4-köpfige medizinische Team des SRK steht dort 15 Stunden täglich im Einsatz.
Baby
Ein Lichtblick bildet die Geburtsabteilung, wo täglich Kinder geboren werden.
Foto © SRK, Marlies Vincenz
Die vom Deutschen Roten Kreuz eingerichteten aufblasbaren Spital-Zelte auf dem Gelände des Fussballstadions Carrefour bei Port-au-Prince platzen aus allen Nähten. „Die bestehenden vier Krankenstationen werden nun auf sechs erhöht, um den täglichen Ansturm von 300 Patientinnen und Patienten besser zu bewältigen“, sagt Dr. Martin Weber, der seit Mitte Februar im Einsatz steht. Die meisten Krankenhäuser des Ballungsraumes von Port-au-Prince wurden durch das Beben vom 12. Januar zerstört. Das mobile Spital wurde in Carrefour eingerichtet, weil in dieser besonders zerstörten Slum-Vorstadt Hunderttausende von Menschen sonst über keine medizinische Versorgung verfügen.

Obwohl die Regenzeit noch nicht eigesetzt hat, treten vor allem bei Kindern bereits viele Malariafälle auf. Denn die hohen Abfallberge sind Brutstätten der Stechmücken, welche die Krankheit übertragen. Neben den akuten Entzündungen infolge schlechter Wundheilung nach dem ersten chirurgischen Eingriff gleich nach dem Beben kommen auch viele Neuverletzungen hinzu. „Da viele Obdachlose noch in den Trümmern leben, werden sie bei den häufigen Nachbeben durch herunterfallende Balken oder Gegenstände verletzt“, erklärt der SRK-Arzt.

Ausserdem sind viele Menschen völlig erschöpft und schleppen sich nur mit letzter Kraft bis zum Spital oder werden auf improvisierten Bahren von Angehörigen hergebracht. Welche können ambulant behandelt werden und welche als Notfall gleich in den Operationssaal eingewiesen? Wer wird als Langzeitpatient eines der begehrten 100 Spitalbetten belegen dürfen oder muss abgewiesen werden? Eine äusserst schwierige Wahl für die internationalen und haitianischen Rotkreuz-Ärztinnen und -Ärzte.

Die SRK-Kinderärztin Isabelle Güss erlebt neben vielen tragischen Fällen, wo jede Hilfe zu spät kommt, auch immer wieder ermutigende Momente, wenn Kinder nach einem schweren Eingriff „über dem Berg“ sind.

Spenden für die Opfer in Haiti nimmt das SRK dankend entgegen auf dem Postkonto SRK 30-4200-3 (IBAN CH43 0900 0000 3000 4200 3), Vermerk „Haiti".
AKTUELL: 19.02.2010

In Haitis Erdbebengebiet retten Blutspenden Leben

Dank den vom Haitianischen Roten Kreuz im Hauptspital von Port-au-Prince gelagerten Blutreserven konnten nach dem Erdbeben vom 12. Januar lebenswichtige Transfusionen vorgenommen werden. Dem Club 25 des Roten Kreuzes gehören 4‘000 junge Blutspenderinnen – und spender an.
Dr. Sherley Bernard
Die Ärztin Dr. Sherley Bernard leitet den Blutspende-Club, dem 4‘000 Jugendliche angehören.


© International Federation of Red Cross and Red Crescent Societies/Alex Wynter
In der Kleinstadt Mirebalais 60 km nördlich von Port-au-Prince haben sich rund 13‘000 Erdbebenopfer aus der Hauptstadt vorübergehend in Sicherheit gebracht. Bei der Rotkreuz-Filiale spenden jugendliche Mitglieder des Club 25 Blut für die Verletzten und Kranken. Die 29-jährige einheimische Ärztin Dr. Sherley Bernard leitet diesen Blutspende-Club, dem 4‘000 Jugendliche im ganzen Land angehören. „Wir müssen davon ausgehen, dass allein wegen mangelndem Blut in den ersten Tagen und Wochen nach der Katastrophe täglich mindestens zehn verletzte Menschen starben“, schätzt sie. „Dank dem Club 25, dessen Mitglieder seit Jahren regelmässig Blut spenden, war diese Zahl nicht noch höher“.

Einen Monat nach dem Erdbeben konnte das Haitianische Rote Kreuz in der Erdbebenzone wieder den regelmässigen Blutspende-Dienst aufnehmen. Viele Menschen, die dankbar sind, dass sie unverletzt überlebt haben, spenden nun zum ersten Mal Blut. Wie vor dem Erdbeben erhalten die Blutspendenden zur Belohnung ein Getränk oder ein Biskuit.

Auch das kürzlich im zerstörten Grossraum von Port-au-Prince eingerichtete grosse Feldspital und die mobilen Kliniken des Roten Kreuzes sind auf Blutspenden angewiesen. Die zweite Einsatz-Staffel mit sechs medizinischen Fachleuten des Schweizerischen Roten Kreuzes hat dort soeben das erste Team abgelöst, das am 16. Januar eingetroffen war.


Spenden für die Opfer in Haiti nimmt das SRK dankend entgegen auf dem Postkonto SRK 30-4200-3 (IBAN CH43 0900 0000 3000 4200 3), Vermerk „Haiti".
AKTUELL: 10.02.2010

Zurück vom Einsatz in Haiti

Einen Monat nach dem Erdbeben ist die erste Nothilfe-Equipe des Schweizerischen Roten Kreuzes (SRK) in Haiti abgelöst worden. Weiterhin stehen sechs Logistiker und sechs Gesundheitsfachleute in Port-au-Prince im Einsatz.
Andrea Schmid
Andrea Schmid hat in Haiti für das SRK Nothilfe geleistet.
© Keystone
„Ich bin froh, diesen wichtigen Einsatz geleistet zu haben“, sagt Andrea Schmid sichtlich erschöpft nach ihrer Rückkehr. Sie gehörte zum Logistikteam des SRK, das im Auftrag der Internationalen Föderation in Port-au-Prince die Hilfslieferungen sämtlicher Rotkreuzgesellschaften koordinierte. Insgesamt fertigten die SRK-Delegierten bisher 43 Fracht-Flüge und 10 See-Container mit mehr als 2000 Tonnen Material ab.

Neben Decken, Zelten und Haushaltsortimenten für die unzähligen Obdachlosen wurden mobile Spitäler, Gesundheitsposten und Trinkwasseraufbereitungsanlagen geliefert. „Wir stellten sicher, dass die verschiedenen Lieferungen rasch dorthin kamen, wo sie am dringendsten gebraucht wurden“, umschreibt Andrea Schmid ihre Aufgabe. Es sei nicht leicht gewesen, in der Hektik den Überblick zu wahren.

Lange Arbeitstage

Fast ohne Unterbruch habe sie gearbeitet: von morgens um sechs bis tief in die Nacht. Hitze und Staub machten ihr zu schaffen. Sehr positiv empfand sie die Zusammenarbeit mit den lokalen Rotkreuz-Mitarbeitern, die das SRK bereits aus früheren Nothilfe-Aktionen kannten. „Es bestand ein Vertrauensverhältnis, auf das wir bauen konnten.“

Neben den sechs Logistikern werden in diesen Tagen auch die sechs Gesundheitsfachleute des SRK abgelöst, die gut drei Wochen in Haiti im Einsatz standen. Die neue Equipe, ebenfalls je zur Hälfte Logistiker und medizinisches Personal, hat ihre Arbeit bereits aufgenommen.

Spenden für die Opfer in Haiti nimmt das SRK dankend entgegen auf dem Postkonto SRK 30-4200-3 (IBAN CH43 0900 0000 3000 4200 3), Vermerk „Haiti".
AKTUELL: 03.02.2010

Ein Hoffnungsschimmer in Port-au-Prince

Drei Wochen nach dem schweren Erdbeben in Haiti stellt die Internationale Rotkreuzbewegung in mehreren Feldspitälern und mobilen Kliniken für 250‘000 Menschen die medizinische Versorgung sicher. Mit dabei ist auch die SRK-Krankenschwester Sarah Bon.
Ein Kind wird medizinisch versorgt
Sarah Bon behandelt ein verletztes Kind. ©SRK
„Heute war ein grosser Tag“, sagt Sarah Bon, als sie aus dem weissen Rotkreuz-Fahrzeug steigt. Sie arbeitet zusammen mit einem Arzt und einer weiteren Krankenschwester in einem mobilen Team, das die Parks, Schulen und weitere öffentliche Plätze besucht, wo die zahllosen Obdachlosen leben. Sobald sie an einem Einsatzort ankommen, beginnen sie mit ihrer Arbeit.. Sie wechseln Verbände und behandeln die Patienten gegen Durchfall und leichte Verletzungen. „Es tut so gut, den ganzen Tag draussen zu sein und wirklich helfen zu können“, meint die SRK-Krankenschwester.

"Alles läuft sehr diszipliniert ab"

Eine so hohe Zahl von Menschen, die alles verloren haben, mit den Notwendigsten zu versehen, ist eine anspruchsvolle Aufgabe für die Hilfsorganisationen. So stellt sich beispielsweise die Frage nach dem Risiko der Gewalt. Wie lässt sich die Verteilung von 100‘000 Litern Trinkwasser so organisieren, dass dies einigermassen geordnet abläuft? Wie erreicht man dabei die Schwächsten? „Alles läuft sehr diszipliniert ab“, sagt Sarah Bon. „Die Menschen warten ruhig . Ich bin wirklich beeindruckt darüber, wie gut die improvisierten Camps organisiert sind.“

Vorgespräch mit einer Vertrauensperson

Gestern besuchte das mobile Team von Sarah ein Camp mit über 1‘500 Obdachlosen. Sie bestimmten eine Vertrauensperson, mit welcher die Rotkreuzleute über die dringendsten Bedürfnisse diskutierten. „Der Vertreter des Camps, den die Leute alle gut kennen, hat ihnen erklärt, wer wir sind und was wir tun. Heute kamen wir zurück und begannen damit, Kranke und Verletzte zu behandeln." (von Fredrik Barkenhammer, Deutsches Rotes Kreuz)

Spenden für die Opfer in Haiti nimmt das SRK dankend entgegen auf dem Postkonto SRK 30-4200-3 (IBAN CH43 0900 0000 3000 4200 3), Vermerk „Haiti".
AKTUELL: 26.01.2010

Schweizer Logistik für weltweite Rotkreuzhilfe

Die Hilfsgüter der weltweiten Rotkreuzbewegung sollen möglichst schnell zu den Obdachlosen gelangen. Dabei spielt das Logistik-Team des Schweizerischen Roten Kreuzes eine Schlüsselrolle.
Hubstapler des SRK
Einsatzleiter Louis Rol bei der Abfertigung von Hilfsgütern mit dem vom SRK gelieferten Hubstapler.
© SRK
Die sechs Logistikerinnen und Logistiker des SRK fertigen am Flughafen von Port-au-Prince hunderte Tonnen von Hilfsgütern ab, die von Rotkreuzgesellschaften aus aller Welt geliefert werden. Dutzende Frachtflugzeuge mit mobilen Kliniken, Medikamenten, Wasseraufbereitungsanlagen, Blachen oder Familienzelten landen täglich in der haitianischen Hauptstadt. Dort nehmen die SRK-Delegierten sämtliche Rotkreuz-Lieferungen entgegen und stellen sicher, dass sie möglichst rasch verteilt werden können.

„Der Flughafen ist ein Nadelöhr und wir haben alle Hände voll zu tun“, berichtet Einsatzleiter Louis Rol. Erschwert werde die Situation durch die Nachbeben, die jeweils deutlich zu spüren seien: „In de Lagerhalle, wo die Hilfsgüter für den Weitertransport vorbereitet werden, sind die Stapel ins Rutschen geraten und es ist gefährlich, dort zu arbeiten.“

Neben dem sechsköpfigen Logistik-Team leisten auch sechs Gesundheitsfachleute des SRK Nothilfe. In einer mobilen Klinik im Quartier Belmar und in einem Feldspital des Quartiers Carrefour versorgen sie Kranke und Verletzte.

Spenden für die Opfer in Haiti nimmt das SRK dankend entgegen auf dem Postkonto SRK 30-4200-3 (IBAN CH43 0900 0000 3000 4200 3), Vermerk „Haiti".
AKTUELL: 22.01.2010

Medizinische Hilfe läuft auf Hochtouren

Das sechsköpfige Pflegeteam des Schweizerischen Roten Kreuzes (SRK) hat in Port-au-Prince alle Hände voll zu tun. Zahlreiche Verletzte werden in der mobilen Rotkreuz-Klinik im Quartier Belmar verarztet.
Verletztes Kind
In der Rotkreuz-Klinik werden viele Wunden versorgt.



© Talia Frenkel/American Red Cross
«Wir müssen vor allem Knochenbrüche und Wunden behandeln», berichtet die SRK-Krankenschwester Sarah Bon. Schon am ersten Tag seien Dutzende Menschen in der Zeltklinik versorgt worden. Doch auch Krankheiten, die in keinem direkten Zusammenhang mit dem Erdbeben stehen, werden behandelt. Viele Patienten leiden an Durchfall, Magenbeschwerden oder Atemwegerkrankungen. Denn die hygienischen Bedingungen sind katastrophal und es fehlt an sauberem Trinkwasser. Acht von 13 Kliniken der haitianischen Hauptstadt wurden beim Erdbeben zerstört und die medizinische Grundversorgung brach zusammen.

Die fünf SRK-Krankenschwestern und ein Pfleger arbeiten unter der Federführung des Deutschen Roten Kreuzes in einem internationalen Team, zu dem auch mehrere haitianische Rotkreuzschwestern gehören. Ausser medizinischen Fachleuten hat das SRK sechs Logistiker nach Haiti entsandt. Sie sind im Hafen von Port-au-Prince für die Organisation der gesamten Hilfslieferungen der internationalen Rotkreuz-Bewegung verantwortlich.

Spenden für die Opfer in Haiti nimmt das SRK dankend entgegen auf dem Postkonto SRK 30-4200-3 (IBAN CH43 0900 0000 3000 4200 3), Vermerk „Haiti".

Personen, die Angehörige in Haiti vermissen, stehen verschiedene Dienste zur Verfügung: siehe rechte Spalte unter 'Weitere Infos'.
AKTUELL: 21.01.2010

Weiterer Hilfsflug des SRK nach Haiti

Am Donnerstag hat das Schweizerische Rot Kreuz (SRK) weitere 45 Tonnen Hilfsgüter für die Erdbebenopfer in Haiti verschickt.
SRK-Hilfsgüter
SRK-Mitarbeiter beim Verladen der Hilfsgüter in Wabern bei Bern.




© Der Bund / Adrian Moser
Die 460 Zelte, Blachen für 1‘000 Familien und acht Grosszelte zur Errichtung mobiler Kliniken, Schulen und Gemeinschaftsküchen werden von dem vor Ort stationierten sechsköpfigen SRK-Logistikteam verteilt. Die Güter im Wert von 450‘000 Franken verlassen die Schweiz auf dem Landweg bis Liège/Lüttich (Belgien), von wo sie morgen mit einem Frachtflug in die Erdbebenregion gelangen.

Bereits am Wochenende versandte das SRK 15 Tonnen Hilfsgüter, die durch die Freiwilligen des Haitianischen Roten Kreuzes bereits verteilt werden. Neben dem Logistik-team stehen auch sechs Gesundheits-Fachleute in mobilen Kliniken und in einem Feldspital im Einsatz. Insgesamt stockt das SRK seine Nothilfe in Haiti auf 2,5 Millionen Franken auf. Daran beteiligt sich neben dem Bund auch die Glückskette, die heute einen nationalen Sammeltag durchführt.

Das SRK ist von der Solidarität der Schweiz für die Hilfe in Haiti tief beeindruckt. Tausende von Einzelpersonen und Organisationen unterstützen die Hilfe an die Erdbebenopfer mit Geldspenden und Benefizaktionen. Das SRK erhielt von der Novartis eine Medikamentenspende von über 3 Tonnen und konnte Grossspenden von Credit Suisse, Coop, der Stiftung von Frau Slavica Ecclestone und Kantonen wie Genf, Basel-Stadt, Graubünden, Zug, Luzern, St.Gallen sowie der Stadt Genf entgegennehmen. Es dankt allen Spenderinnen und Spendern herzlich.

Spenden für die Opfer in Haiti nimmt das SRK dankend entgegen auf dem Postkonto SRK 30-4200-3 (IBAN CH43 0900 0000 3000 4200 3), Vermerk „Haiti".

Personen, die Angehörige in Haiti vermissen, stehen verschiedene Dienste zur Verfügung: siehe rechte Spalte unter 'Weitere Infos'.

AKTUELL: 19.01.2010

«Rotkreuz-Hilfe ist in vollem Gang»

Trotz chaotischer Zustände im Flughafen von Port-au-Prince ist der Hilfsgüterflug des Schweizerischen Roten Kreuzes (SRK) am Montagabend in Haiti gelandet. Die Hilfsgüter werden jetzt an die Opfer des Erdbebens verteilt.
Obdachlose in Haiti
Viele haben ihr Obdach verloren und sind nun auf Zelte und Blachen für eine provisorische Unterkünfte angewiesen.
REUTERS/Carlos Garcia Rawlins, courtesy www.alertnet.org
Im Einsatz steht auch das neunköpfige Hilfsteam des SRK. Sechs Logistiker sind für die Abwicklung der Hilfsgüter-Lieferungen der gesamten Rotkreuz-Bewegung verantwortlich. Drei Gesundheitsfachleute des SRK versorgen in einer mobilen Klinik Verletzte und Kranke.

"Die gelieferten 15 Tonnen Hilfsgüter werden nun verteilt. Neben Blachen und Zelten für provisorische Unterkünfte wurden mit dem Frachtflug auch ein Allrad-Fahrzeug und ein leistungsfähiger Hubstapler eingeflogen. Dieser erlaubt eine rasche Abfertigung der Hilfsgüter im Flughafen von Port-au-Prince.

«Die Rotkreuz-Hilfe ist in vollem Gang», berichtet der SRK-Delegierte Frédéric Blas, der seit Sonntag in Port-au-Prince ist, per Skype. In mehreren Rotkreuz-Feldspitälern und -Kliniken würden zahlreiche Verletzte versorgt. An verschiedenen Orten verteile das Rote Kreuz sauberes Wasser und auch die vom SRK gelieferten Blachen werden an obdachlose Familien abgegeben.

Spenden für die Opfer in Haiti nimmt das SRK dankend entgegen auf dem Postkonto SRK 30-4200-3 (IBAN CH43 0900 0000 3000 4200 3), Vermerk „Haiti".

Personen, die Angehörige in Haiti vermissen, stehen verschiedene Dienste zur Verfügung: siehe rechte Spalte unter 'Weitere Infos'.
AKTUELL: 19.01.2010

Suche nach vermissten Familien-angehörigen in Haiti

Die Suchmöglichkeiten vor Ort sind immer noch sehr eingeschränkt. Leider können wir im Moment keine Suchanfragen durch das IKRK oder den Rotkreuz-Suchdienst übermitteln.
Viele haben ihr Obdach verloren und sind nun auf Zelte und Blachen für eine provisorische Unterkünfte angewiesen.
REUTERS/Carlos Garcia Rawlins, courtesy www.alertnet.org
Für die Suche nach Vermissten in Haiti konsultieren Sie bitte den folgenden Link :

oder speziell für Schweizerinnen und Schweizer:

Falls Ihr/e Familienmitglieder immer noch vermisst ist/sind, können Sie uns kontaktieren, damit wir Ihren Namen auf unserer Liste der vermissten Personen registrieren können.

Kontakt: tracing@redcross.ch; Tel : 031 960 77 70
AKTUELL: 18.01.2010

SRK-Hilfsequipe eingetroffen

Das Nothilfe-Team des Schweizerischen Roten Kreuzes (SRK) hat in Port-au-Prince die logistische Abwicklung der internationalen Rotkreuz-Hilfslieferungen übernommen. Auch zwei SRK-Krankenschwestern stehen seit Sonntag im Einsatz.
Verletztes Mädchen
Hilfe ist dringend nötig: Ein verletztes Mädchen in Port-au-Prince.



REUTERS/Logan Abassi/UN, courtesy www.alertnet.org
Noch sei die Lage recht unübersichtlich, berichtet Louis Rol, der Leiter der sechsköpfigen Logistik-Einheit, die für das SRK nach Haiti entsandt wurde. Mit Hochdruck arbeitet die Delegation nun daran, die effiziente Verteilung der Hilfslieferungen zu ermöglichen, die via Rotkreuz-Kanäle aus aller Welt eintreffen.

Das SRK hat 15 Tonnen Hilfsgüter nach Haiti geschickt. Die Lieferung ist am Montagnachmittag in Port-au-Prince eingetroffen. Neben Küchensortimenten, Medikamenten und Plastikblachen für provisorische Unterkünfte war auch ein Allrad-Fahrzeug und ein leistungsfähiger Hubstapler für die Abfertigung der Hilfslieferungen an Bord des Rotkreuz-Flugzeuges.

Die beiden SRK-Krankenschwestern sind seit Sonntagabend dabei, zusammen mit dem Deutschen Roten Kreuz eine mobile Klinik aufzubauen, in der Verletzte und Kranke versorgt werden. Im Laufe der Woche werden drei weitere SRK-Krankenschwestern nach Port-au-Prince entsandt, um ebenfalls zusammen mit den Deutschen Kollegen ein Feldspital zu betreiben.

Spenden für die Opfer in Haiti nimmt das SRK dankend entgegen auf dem Postkonto SRK 30-4200-3 (IBAN CH43 0900 0000 3000 4200 3), Vermerk „Haiti".

Personen, die Angehörige in Haiti vermissen, stehen verschiedene Dienste zur Verfügung: siehe rechte Spalte unter 'Weitere Infos'.
AKTUELL: 15.01.2010

SRK-Hilfe ist unterwegs nach Haiti

Nach dem verheerenden Erdbeben ist ein neunköpfiges Nothilfe-Team des Schweizerischen Roten Kreuzes (SRK) auf dem Weg nach Haiti. Zudem schickt das SRK 15 Tonnen Hilfsgüter ins Katastrophengebiet.
Hilfsgüter des SRK
15 Tonnen Hilfsgüter werden nach Port-au-Prince gebracht.



REUTERS/Eliana Aponte, courtesy www.alertnet.org
Insgesamt neun Mitarbeitende des SRK werden vorerst nach Haiti entsandt, um in Koordination mit dem lokalen Roten Kreuz und der Internationalen Föderation Nothilfe zu leisten. Ein spezialisiertes Logistiker-Team wird in Port-au-Prince die Entgegennahme und möglichst effiziente Verteilung der internationalen Rotkreuz-Hilfe sicherstellen. Zudem kommen drei Gesundheitsfachleute des SRK zum Einsatz.

Mit einem vom SRK gecharterten Frachtflug werden am Sonntag 15 Tonnen Hilfsgüter nach Port-au-Prince gebracht. Die Lieferung umfasst 1000 Blachen für provisorische Unterkünfte, Haushaltsets für 1000 Familien sowie Medikamente. Ab dem SRK-Lager in Panama werden zudem so bald als möglich Zelte nach Haiti geliefert. Hunderte von Freiwilligen des Haitianischen Roten Kreuzes stehen Tag und Nacht im Rettungseinsatz. Sie werden die Hilfsgüter aus der Schweiz an die Obdachlosen verteilen.

Das heftige Erdbeben vom Dienstag hat in der haitianischen Hauptstadt Port-au-Prince schwerste Schäden angerichtet. Das ganze Ausmass der Katastrophe ist noch nicht absehbar. Gemäss dem Haitianischen Roten Kreuz haben bis zu 50‘000 Menschen das Leben verloren, Zehntausende wurden obdachlos. Für die Nothilfe in Haiti stellt das SRK mit Unterstützung des Bundes eine Million Franken bereit.

Spenden für die Opfer in Haiti nimmt das SRK dankend entgegen auf dem Postkonto SRK 30-4200-3 (IBAN CH43 0900 0000 3000 4200 3), Vermerk „Haiti".

Personen, die Angehörige in Haiti vermissen, stehen verschiedene Dienste zur Verfügung: siehe rechte Spalte unter 'Weitere Infos'.
AKTUELL: 13.01.2010

Rotkreuzhilfe für Haitis Erdbebenopfer

Noch ist das Ausmass des schweren Beben in Haiti nicht bekannt, aber es muss mit einer hohen Opferzahl gerechnet werden. Das Schweizerische Rote Kreuz (SRK) leitet erste dringende Hilfsmassnahmen ein.
Zerstörung in Port-au-Prince
Foto: REUTERS/REUTERS TV, courtesy www.alertnet.org
Um den Opfern des Erdbebens rasche Überlebenshilfe zu-kommen zu lassen, setzt das SRK vorerst 1 Mio. Franken ein für dringende Hilfsgüter. An dieser Nothilfe im Umfang von einer Million Franken beteiligt sich die Humanitäre Hilfe des Bundes zur Hälfte.

Ein Hilfeteam fliegt am 15. Januar in die Region, um den Kontakt mit dem Haitianischen Roten Kreuz herzustellen und erste Hilfs-massnahmen einzuleiten. Das SRK engagiert sich vor allem im logistischen und medizinischen Bereich. Die zahlreichen Helferinnen und Helfer des lokalen Roten Kreuzes stehen in Port-au-Prince und Umgebung im Rettungseinsatz.

Spenden für die Opfer in Haiti nimmt das SRK dankend entgegen auf dem Postkonto SRK 30-4200-3 (IBAN CH43 0900 0000 3000 4200 3), Vermerk „Haiti".

Personen, die Angehörige in Haiti vermissen, stehen verschiedene Dienste zur Verfügung: siehe rechte Spalte unter 'Weitere Infos'.