Drei Wochen nach dem schweren Erdbeben in Haiti stellt die Internationale Rotkreuzbewegung in mehreren Feldspitälern und mobilen Kliniken für 250‘000 Menschen die medizinische Versorgung sicher. Mit dabei ist auch die SRK-Krankenschwester Sarah Bon.
Sarah Bon behandelt ein verletztes Kind. ©SRK
„Heute war ein grosser Tag“, sagt Sarah Bon, als sie aus dem weissen Rotkreuz-Fahrzeug steigt. Sie arbeitet zusammen mit einem Arzt und einer weiteren Krankenschwester in einem mobilen Team, das die Parks, Schulen und weitere öffentliche Plätze besucht, wo die zahllosen Obdachlosen leben. Sobald sie an einem Einsatzort ankommen, beginnen sie mit ihrer Arbeit.. Sie wechseln Verbände und behandeln die Patienten gegen Durchfall und leichte Verletzungen. „Es tut so gut, den ganzen Tag draussen zu sein und wirklich helfen zu können“, meint die SRK-Krankenschwester.
"Alles läuft sehr diszipliniert ab"
Eine so hohe Zahl von Menschen, die alles verloren haben, mit den Notwendigsten zu versehen, ist eine anspruchsvolle Aufgabe für die Hilfsorganisationen. So stellt sich beispielsweise die Frage nach dem Risiko der Gewalt. Wie lässt sich die Verteilung von 100‘000 Litern Trinkwasser so organisieren, dass dies einigermassen geordnet abläuft? Wie erreicht man dabei die Schwächsten? „Alles läuft sehr diszipliniert ab“, sagt Sarah Bon. „Die Menschen warten ruhig . Ich bin wirklich beeindruckt darüber, wie gut die improvisierten Camps organisiert sind.“
Vorgespräch mit einer Vertrauensperson
Gestern besuchte das mobile Team von Sarah ein Camp mit über 1‘500 Obdachlosen. Sie bestimmten eine Vertrauensperson, mit welcher die Rotkreuzleute über die dringendsten Bedürfnisse diskutierten. „Der Vertreter des Camps, den die Leute alle gut kennen, hat ihnen erklärt, wer wir sind und was wir tun. Heute kamen wir zurück und begannen damit, Kranke und Verletzte zu behandeln." (von Fredrik Barkenhammer, Deutsches Rotes Kreuz)
Spenden für die Opfer in Haiti nimmt das SRK dankend entgegen auf dem Postkonto SRK 30-4200-3 (IBAN CH43 0900 0000 3000 4200 3), Vermerk „Haiti".

Schweizer Logistik für weltweite Rotkreuzhilfe
Die Hilfsgüter der weltweiten Rotkreuzbewegung sollen möglichst schnell zu den Obdachlosen gelangen. Dabei spielt das Logistik-Team des Schweizerischen Roten Kreuzes eine Schlüsselrolle.
Einsatzleiter Louis Rol bei der Abfertigung von Hilfsgütern mit dem vom SRK gelieferten Hubstapler.
© SRK
Die sechs Logistikerinnen und Logistiker des SRK fertigen am Flughafen von Port-au-Prince hunderte Tonnen von Hilfsgütern ab, die von Rotkreuzgesellschaften aus aller Welt geliefert werden. Dutzende Frachtflugzeuge mit mobilen Kliniken, Medikamenten, Wasseraufbereitungsanlagen, Blachen oder Familienzelten landen täglich in der haitianischen Hauptstadt. Dort nehmen die SRK-Delegierten sämtliche Rotkreuz-Lieferungen entgegen und stellen sicher, dass sie möglichst rasch verteilt werden können.
„Der Flughafen ist ein Nadelöhr und wir haben alle Hände voll zu tun“, berichtet Einsatzleiter Louis Rol. Erschwert werde die Situation durch die Nachbeben, die jeweils deutlich zu spüren seien: „In de Lagerhalle, wo die Hilfsgüter für den Weitertransport vorbereitet werden, sind die Stapel ins Rutschen geraten und es ist gefährlich, dort zu arbeiten.“
Neben dem sechsköpfigen Logistik-Team leisten auch sechs Gesundheitsfachleute des SRK Nothilfe. In einer mobilen Klinik im Quartier Belmar und in einem Feldspital des Quartiers Carrefour versorgen sie Kranke und Verletzte.
Spenden für die Opfer in Haiti nimmt das SRK dankend entgegen auf dem Postkonto SRK 30-4200-3 (IBAN CH43 0900 0000 3000 4200 3), Vermerk „Haiti".

Medizinische Hilfe läuft auf Hochtouren
Das sechsköpfige Pflegeteam des Schweizerischen Roten Kreuzes (SRK) hat in Port-au-Prince alle Hände voll zu tun. Zahlreiche Verletzte werden in der mobilen Rotkreuz-Klinik im Quartier Belmar verarztet.
In der Rotkreuz-Klinik werden viele Wunden versorgt.
© Talia Frenkel/American Red Cross
«Wir müssen vor allem Knochenbrüche und Wunden behandeln», berichtet die SRK-Krankenschwester Sarah Bon. Schon am ersten Tag seien Dutzende Menschen in der Zeltklinik versorgt worden. Doch auch Krankheiten, die in keinem direkten Zusammenhang mit dem Erdbeben stehen, werden behandelt. Viele Patienten leiden an Durchfall, Magenbeschwerden oder Atemwegerkrankungen. Denn die hygienischen Bedingungen sind katastrophal und es fehlt an sauberem Trinkwasser. Acht von 13 Kliniken der haitianischen Hauptstadt wurden beim Erdbeben zerstört und die medizinische Grundversorgung brach zusammen.
Die fünf SRK-Krankenschwestern und ein Pfleger arbeiten unter der Federführung des Deutschen Roten Kreuzes in einem internationalen Team, zu dem auch mehrere haitianische Rotkreuzschwestern gehören. Ausser medizinischen Fachleuten hat das SRK sechs Logistiker nach Haiti entsandt. Sie sind im Hafen von Port-au-Prince für die Organisation der gesamten Hilfslieferungen der internationalen Rotkreuz-Bewegung verantwortlich.
Spenden für die Opfer in Haiti nimmt das SRK dankend entgegen auf dem Postkonto SRK 30-4200-3 (IBAN CH43 0900 0000 3000 4200 3), Vermerk „Haiti".
Personen, die Angehörige in Haiti vermissen, stehen verschiedene Dienste zur Verfügung: siehe rechte Spalte unter 'Weitere Infos'.

Weiterer Hilfsflug des SRK nach Haiti
Am Donnerstag hat das Schweizerische Rot Kreuz (SRK) weitere 45 Tonnen Hilfsgüter für die Erdbebenopfer in Haiti verschickt.
SRK-Mitarbeiter beim Verladen der Hilfsgüter in Wabern bei Bern.
© Der Bund / Adrian Moser
Die 460 Zelte, Blachen für 1‘000 Familien und acht Grosszelte zur Errichtung mobiler Kliniken, Schulen und Gemeinschaftsküchen werden von dem vor Ort stationierten sechsköpfigen SRK-Logistikteam verteilt. Die Güter im Wert von 450‘000 Franken verlassen die Schweiz auf dem Landweg bis Liège/Lüttich (Belgien), von wo sie morgen mit einem Frachtflug in die Erdbebenregion gelangen.
Bereits am Wochenende versandte das SRK 15 Tonnen Hilfsgüter, die durch die Freiwilligen des Haitianischen Roten Kreuzes bereits verteilt werden. Neben dem Logistik-team stehen auch sechs Gesundheits-Fachleute in mobilen Kliniken und in einem Feldspital im Einsatz. Insgesamt stockt das SRK seine Nothilfe in Haiti auf 2,5 Millionen Franken auf. Daran beteiligt sich neben dem Bund auch die Glückskette, die heute einen nationalen Sammeltag durchführt.
Das SRK ist von der Solidarität der Schweiz für die Hilfe in Haiti tief beeindruckt. Tausende von Einzelpersonen und Organisationen unterstützen die Hilfe an die Erdbebenopfer mit Geldspenden und Benefizaktionen. Das SRK erhielt von der Novartis eine Medikamentenspende von über 3 Tonnen und konnte Grossspenden von Credit Suisse, Coop, der Stiftung von Frau Slavica Ecclestone und Kantonen wie Genf, Basel-Stadt, Graubünden, Zug, Luzern, St.Gallen sowie der Stadt Genf entgegennehmen. Es dankt allen Spenderinnen und Spendern herzlich.
Spenden für die Opfer in Haiti nimmt das SRK dankend entgegen auf dem Postkonto SRK 30-4200-3 (IBAN CH43 0900 0000 3000 4200 3), Vermerk „Haiti".
Personen, die Angehörige in Haiti vermissen, stehen verschiedene Dienste zur Verfügung: siehe rechte Spalte unter 'Weitere Infos'.

«Rotkreuz-Hilfe ist in vollem Gang»
Trotz chaotischer Zustände im Flughafen von Port-au-Prince ist der Hilfsgüterflug des Schweizerischen Roten Kreuzes (SRK) am Montagabend in Haiti gelandet. Die Hilfsgüter werden jetzt an die Opfer des Erdbebens verteilt.
Viele haben ihr Obdach verloren und sind nun auf Zelte und Blachen für eine provisorische Unterkünfte angewiesen.
REUTERS/Carlos Garcia Rawlins, courtesy www.alertnet.org
Im Einsatz steht auch das neunköpfige Hilfsteam des SRK. Sechs Logistiker sind für die Abwicklung der Hilfsgüter-Lieferungen der gesamten Rotkreuz-Bewegung verantwortlich. Drei Gesundheitsfachleute des SRK versorgen in einer mobilen Klinik Verletzte und Kranke.
"Die gelieferten 15 Tonnen Hilfsgüter werden nun verteilt. Neben Blachen und Zelten für provisorische Unterkünfte wurden mit dem Frachtflug auch ein Allrad-Fahrzeug und ein leistungsfähiger Hubstapler eingeflogen. Dieser erlaubt eine rasche Abfertigung der Hilfsgüter im Flughafen von Port-au-Prince.
«Die Rotkreuz-Hilfe ist in vollem Gang», berichtet der SRK-Delegierte Frédéric Blas, der seit Sonntag in Port-au-Prince ist, per Skype. In mehreren Rotkreuz-Feldspitälern und -Kliniken würden zahlreiche Verletzte versorgt. An verschiedenen Orten verteile das Rote Kreuz sauberes Wasser und auch die vom SRK gelieferten Blachen werden an obdachlose Familien abgegeben.
Spenden für die Opfer in Haiti nimmt das SRK dankend entgegen auf dem Postkonto SRK 30-4200-3 (IBAN CH43 0900 0000 3000 4200 3), Vermerk „Haiti".
Personen, die Angehörige in Haiti vermissen, stehen verschiedene Dienste zur Verfügung: siehe rechte Spalte unter 'Weitere Infos'.

Suche nach vermissten Familien-angehörigen in Haiti
Die Suchmöglichkeiten vor Ort sind immer noch sehr eingeschränkt. Leider können wir im Moment keine Suchanfragen durch das IKRK oder den Rotkreuz-Suchdienst übermitteln.
Viele haben ihr Obdach verloren und sind nun auf Zelte und Blachen für eine provisorische Unterkünfte angewiesen.
REUTERS/Carlos Garcia Rawlins, courtesy www.alertnet.org
Für die Suche nach Vermissten in Haiti konsultieren Sie bitte den folgenden Link :
oder speziell für Schweizerinnen und Schweizer:
Falls Ihr/e Familienmitglieder immer noch vermisst ist/sind, können Sie uns kontaktieren, damit wir Ihren Namen auf unserer Liste der vermissten Personen registrieren können.
Kontakt: tracing@redcross.ch; Tel : 031 960 77 70
SRK-Hilfsequipe eingetroffen
Das Nothilfe-Team des Schweizerischen Roten Kreuzes (SRK) hat in Port-au-Prince die logistische Abwicklung der internationalen Rotkreuz-Hilfslieferungen übernommen. Auch zwei SRK-Krankenschwestern stehen seit Sonntag im Einsatz.
Hilfe ist dringend nötig: Ein verletztes Mädchen in Port-au-Prince.
REUTERS/Logan Abassi/UN, courtesy www.alertnet.org
Noch sei die Lage recht unübersichtlich, berichtet Louis Rol, der Leiter der sechsköpfigen Logistik-Einheit, die für das SRK nach Haiti entsandt wurde. Mit Hochdruck arbeitet die Delegation nun daran, die effiziente Verteilung der Hilfslieferungen zu ermöglichen, die via Rotkreuz-Kanäle aus aller Welt eintreffen.
Das SRK hat 15 Tonnen Hilfsgüter nach Haiti geschickt. Die Lieferung ist am Montagnachmittag in Port-au-Prince eingetroffen. Neben Küchensortimenten, Medikamenten und Plastikblachen für provisorische Unterkünfte war auch ein Allrad-Fahrzeug und ein leistungsfähiger Hubstapler für die Abfertigung der Hilfslieferungen an Bord des Rotkreuz-Flugzeuges.
Die beiden SRK-Krankenschwestern sind seit Sonntagabend dabei, zusammen mit dem Deutschen Roten Kreuz eine mobile Klinik aufzubauen, in der Verletzte und Kranke versorgt werden. Im Laufe der Woche werden drei weitere SRK-Krankenschwestern nach Port-au-Prince entsandt, um ebenfalls zusammen mit den Deutschen Kollegen ein Feldspital zu betreiben.
Spenden für die Opfer in Haiti nimmt das SRK dankend entgegen auf dem Postkonto SRK 30-4200-3 (IBAN CH43 0900 0000 3000 4200 3), Vermerk „Haiti".
Personen, die Angehörige in Haiti vermissen, stehen verschiedene Dienste zur Verfügung: siehe rechte Spalte unter 'Weitere Infos'.

SRK-Hilfe ist unterwegs nach Haiti
Nach dem verheerenden Erdbeben ist ein neunköpfiges Nothilfe-Team des Schweizerischen Roten Kreuzes (SRK) auf dem Weg nach Haiti. Zudem schickt das SRK 15 Tonnen Hilfsgüter ins Katastrophengebiet.
15 Tonnen Hilfsgüter werden nach Port-au-Prince gebracht.
REUTERS/Eliana Aponte, courtesy www.alertnet.org
Insgesamt neun Mitarbeitende des SRK werden vorerst nach Haiti entsandt, um in Koordination mit dem lokalen Roten Kreuz und der Internationalen Föderation Nothilfe zu leisten. Ein spezialisiertes Logistiker-Team wird in Port-au-Prince die Entgegennahme und möglichst effiziente Verteilung der internationalen Rotkreuz-Hilfe sicherstellen. Zudem kommen drei Gesundheitsfachleute des SRK zum Einsatz.
Mit einem vom SRK gecharterten Frachtflug werden am Sonntag 15 Tonnen Hilfsgüter nach Port-au-Prince gebracht. Die Lieferung umfasst 1000 Blachen für provisorische Unterkünfte, Haushaltsets für 1000 Familien sowie Medikamente. Ab dem SRK-Lager in Panama werden zudem so bald als möglich Zelte nach Haiti geliefert. Hunderte von Freiwilligen des Haitianischen Roten Kreuzes stehen Tag und Nacht im Rettungseinsatz. Sie werden die Hilfsgüter aus der Schweiz an die Obdachlosen verteilen.
Das heftige Erdbeben vom Dienstag hat in der haitianischen Hauptstadt Port-au-Prince schwerste Schäden angerichtet. Das ganze Ausmass der Katastrophe ist noch nicht absehbar. Gemäss dem Haitianischen Roten Kreuz haben bis zu 50‘000 Menschen das Leben verloren, Zehntausende wurden obdachlos. Für die Nothilfe in Haiti stellt das SRK mit Unterstützung des Bundes eine Million Franken bereit.
Spenden für die Opfer in Haiti nimmt das SRK dankend entgegen auf dem Postkonto SRK 30-4200-3 (IBAN CH43 0900 0000 3000 4200 3), Vermerk „Haiti".
Personen, die Angehörige in Haiti vermissen, stehen verschiedene Dienste zur Verfügung: siehe rechte Spalte unter 'Weitere Infos'.

Rotkreuzhilfe für Haitis Erdbebenopfer
Noch ist das Ausmass des schweren Beben in Haiti nicht bekannt, aber es muss mit einer hohen Opferzahl gerechnet werden. Das Schweizerische Rote Kreuz (SRK) leitet erste dringende Hilfsmassnahmen ein.
Foto: REUTERS/REUTERS TV, courtesy www.alertnet.org
Um den Opfern des Erdbebens rasche Überlebenshilfe zu-kommen zu lassen, setzt das SRK vorerst 1 Mio. Franken ein für dringende Hilfsgüter. An dieser Nothilfe im Umfang von einer Million Franken beteiligt sich die Humanitäre Hilfe des Bundes zur Hälfte.
Ein Hilfeteam fliegt am 15. Januar in die Region, um den Kontakt mit dem Haitianischen Roten Kreuz herzustellen und erste Hilfs-massnahmen einzuleiten. Das SRK engagiert sich vor allem im logistischen und medizinischen Bereich. Die zahlreichen Helferinnen und Helfer des lokalen Roten Kreuzes stehen in Port-au-Prince und Umgebung im Rettungseinsatz.
Spenden für die Opfer in Haiti nimmt das SRK dankend entgegen auf dem Postkonto SRK 30-4200-3 (IBAN CH43 0900 0000 3000 4200 3), Vermerk „Haiti".
Personen, die Angehörige in Haiti vermissen, stehen verschiedene Dienste zur Verfügung: siehe rechte Spalte unter 'Weitere Infos'.