Alle 30 Sekunden stirbt ein Kind an Malaria – dabei könnten durch die Verwendung von Moskitonetzen die meisten Erkrankungen vermieden werden. Das Schweizerische Rote Kreuz (SRK) bekämpft in Afrika, Asien und Lateinamerika die weit verbreitete Infektionskrankheit.
Prävention mit einfachen Mitteln: Diese Frau in Togo hat rechtzeitig vor der Regenzeit vom Roten Kreuz ein Moskitonetz erhalten.
© Josef Kasper, SRK
Mit jährlich über einer Million Todesopfern stellt Malaria in den Ländern des Südens eines der grössten Gesundheitsrisiken dar. Besonders gefährdet sind schwangere Frauen und Kinder unter fünf Jahren. Immerhin wurden bei der Bekämpfung der Krankheit in den letzten Jahren Fortschritte erzielt. Seit 2002 hat das Rote Kreuz Millionen Netze verteilt und insgesamt fast 300‘000 Todesfälle vermieden, wie die Internationale Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften aus Anlass des Welt-Malaria-Tages am 25. April mitteilt.
Indes: Das Verteilen von Netzen allein genügt nicht. Damit sie richtig angewendet werden, braucht es eine sorgfältige Anleitung und Begleitung. Hier leisten unzählige Rotkreuz-Freiwillige, die in den betroffenen Dörfern rekrutiert werden, einen entscheidenden Beitrag: „Sie erklären den Leuten, wie die Netze zu verwenden sind und überprüfen bei späteren Hausbesuchen ob jene, die am meisten gefährdet sind, tatsächlich unter einem Netz schlafen“, sagt Jason Peat, der bei der Föderation für die Malaria-Programme zuständig ist.
Prävention in den Dörfern
Auch das SRK gibt im Rahmen seiner Gesundheitsprogramme in Afrika und Asien Moskitonetze ab und schult Rotkreuzfreiwillige, damit sie ihre wichtige Rolle bei der Prävention in den Dörfern wahrnehmen können.
Dazu gehören auch flankierende Massnahmen zur Bekämpfung der Malaria. In Sudan wird die Bevölkerung beispielsweise angehalten, das Unterholz zu roden, welches den Mücken als Brutstätte dient. Auch für die Krankheitssymptome wird die Bevölkerung sensibilisiert, damit so früh wie möglich ein Gesundheitsposten aufgesucht und geeignete Medikamente verabreicht werden können.
Das SRK ist Mitglied der Swiss Malaria Group, einem Zusammenschluss von Organisationen, die sich weltweit im Kampf gegen Malaria engagieren und in der Schweiz mit Kampagnen und Veranstaltungen auf dieses wichtige Gesundheitsthema aufmerksam machen.
