Augenmedizin: Wenn Armut blind macht

90 Prozent aller blinden Menschen haben das Augenlicht verloren, weil sie arm sind. Das SRK setzt sich in Afrika und Asien für die Heilung und Verhütung armutsbedingter Blindheit ein.

Für 39 Millionen Menschen ist die Welt immer dunkel. Der graue Star, Bindehautentzündungen oder Vitamin-A-Mangel sind nur einige der häufigsten Ursachen für Blindheit. Doch es gibt Hoffnung: Vier von fünf erblindeten Menschen könnten wieder sehen, wenn sie richtig behandelt würden. Leider haben viele von ihnen keinen Zugang zu geeigneter Behandlung und Medikamenten. Dabei genügen in Afrika und Asien bereits 50 Franken, um den grauen Star zu operieren und einem Menschen das Augenlicht zurück zu geben.

Hilfe, die zu den Leuten kommt
Das SRK engagiert sich seit über 25 Jahren für die Verhütung und Heilung von Armutsblindheit in Gebieten mit ungenügender medizinischer Versorgung. Dazu zählen Ghana, Togo, Mali, Nepal und Tibet.

Das grosse Netz an Rotkreuz-Freiwilligen ist dabei besonders wichtig. Sie informieren die Menschen über Augenkrankheiten, führen Sehtests und Augenkontrollen durch und verweisen Kranke an ein Gesundheitszentrum. So können viele Augenleiden frühzeitig erkannt und Erblindungen verhindert werden. Weitere Schwerpunkte sind:

  • Bau und Ausrüstung von Augenkliniken und Aussenstationen
  • Heilen von Augenkrankheiten durch Operationen und Behandlung
  • Aus- und Weiterbildung von einheimischem Fachpersonal und freiwilligen Helfern
  • Verhütung von Augenkrankheiten durch Aufklärung und Kontrollen in Schulen und Dorfgemeinschaften

Das SRK unterstützt die internationale Kampagne „Vision 2020 – Das Recht auf Sehen“ der WHO und der Internationalen Agentur zur Blindheitsverhütung. Auch die Ärmsten sollen ihr Recht auf Sehen wahrnehmen können.

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