Zum Tag der Verschwundenen machen das Schweizerische Rote Kreuz (SRK) und das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) auf die Tragödie von Vermissten aufmerksam und eröffnen am 30. August auf dem Waisenhausplatz in Bern die Ausstellung „Missing Lives“.
In einer Friedhofskapelle gedenken Familien der noch immer vermissten Angehörigen.
Foto: IKRK/HEGER, Boris
Kriege, Konflikte, Katastrophen: Als Folge solcher Ereignisse suchen weltweit hunderttausende Menschen nach ihren Angehörigen. Zum Teil haben sie seit vielen Jahren keine Informationen über das Schicksal ihrer Liebsten. Um auf das Schicksal von Betroffenen aufmerksam zu machen, zeigen IKRK und SRK vom 30. August bis 4. September 2011 die IKRK-Wanderausstellung „Missing Lives / Verlorene Leben“ auf dem Waisenhausplatz in Bern – erstmals im deutschsprachigen Raum. „Missing Lives“ enthält beeindruckende Bilder des bekannten Fotografen Nick Danziger, die das Leiden der suchenden Angehörigen im Balkan dokumentieren. Die Ausstellung wird am 30. August, dem Tag der Verschwunden, um 17.15 Uhr eröffnet.
Am Donnerstag, 1. September, um 19 Uhr findet im Käfigturm-Forum in Bern eine Veranstaltung zum Thema „Missing Lives / Verlorene Leben“ statt. Mit dabei sind unter anderem Pedro Lenz (Schriftsteller), Bardhec Berisha (kosovarischer Dichter) und Nicole Windlin (Leiterin Suchdienst SRK).